Sigrid Neureiter

Copyright: Kurt Keinrath
Copyright: Kurt Keinrath

 

 

Für alle Südtirol Fans aufgepasst! Denn Sigrid Neureiters Kriminalromane haben den Tatort - Südtirol! Vielleicht entdeckt ihr euren Lieblingswanderweg in Südtirol in einem Ihrer Romane, oder die beste Piste zum Ski fahren. Vielleicht wurde dort das Opfer das letzte Mal gesehen... "Kurschattenerbe" oder "Burgfrieden" stammen aus Ihrer Hand.

Hier spricht Sigrid Neureiter über Hexenbesen, das Mittelalter und all die gemeinsamen Erlebnisse mit Jenny Sommer! Auch sie ist ein großer Jane Austen - Fan ;)

1. Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?

Ich lebe in Wien und schreibe Krimis, die in Südtirol spielen. Das liegt an meiner Herkunft: Meine Mutter ist Tirolerin, mein Vater war gebürtiger Südtiroler. Und wenn ich mir eine Heimat aussuchen könnte, dann wäre das Südtirol. Dort zieht es mich immer wieder hin. Damit ist Südtirol für mich der Traum vom Glück, oder noch besser: Mein Sehnsuchtsort. Beruflich bietet mit aber Wien die besten Möglichkeiten. Hier betreibe ich meine eigene PR-Agentur. Manchmal wünsche ich mir, wie eine Schlernhexe mit dem Hexenbesen über den Brenner nach Südtirol reiten zu können, diese Gabe besäße ich gerne.

2. Wie kamen Sie zum Schreiben?

Ich habe Germanistik studiert. Wie bei vielen Kollegen war es auch mein Traum, einmal ein eigenes Buch zu schreiben. Mit meinem ersten Krimi "Burgfrieden" habe ich diesen Wunsch in die Tat umgesetzt. Da ich Erfolg hatte, ging es gleich weiter mit dem Schreiben. 

3. Wie finden Sie Ihre Themen und Namen der Charaktere?

Die Themen haben mit meinem Studium zu tun: Meine Krimis spielen in der Gegenwart, haben aber bisher immer einen Bezug zu einer mittelalterlichen Thematik, also Walther von der Vogelweide, Oswald von Wolkenstein ... Die Namen meiner Charaktere finde ich auf unterschiedliche Weise. Manche nehme ich aus der Literatur und wandle sie ganz stark ab, so dass sie zur betreffenden Figur passen. Oder aber aus der Tageszeitung, natürlich auch wieder verändert, neu kombiniert. 

4. Was lesen Sie selbst gerne?

Ich lese selbst am liebsten Krimis. 

5. Wer sind Ihre Lieblingsautoren?

Aktuell gerade wieder Dick Frances, weiters Dan Brown, Elizabeth George, Thomas Mann und Jane Austen.

6. Wer ist Ihr liebster Romanheld?

Emma von Jane Austen, Miss Marple und meine eigene Romanfigur Jenny Sommer 

7. Hatten Sie ein besonderes Erlebnis als Autorin? Welches war das?

Das Besondere ist, dass ich so viele neue Menschen kennenlerne, die ich sonst nie getroffen hätte.

8. Können Sie uns einen Lesetipp geben?

Ein Buch, das mich sehr begeistert hat, ist "Das Spiel des Engels" von Carlos Ruiz Zafón. 

9. Was ist Ihr nächstes Projekt?

Mein dritter Jenny Sommer-Krimi, der wieder in Südtirol spielt.

10. Haben Sie sich schon einmal gewünscht, im Nachhinein etwas an Ihren Bücher ändern zu können?

Bisher nicht. Von Kleinigkeiten wie Druckfehlern abgesehen.

11. Mit welchem Ihrer Charaktere würde Sie gerne einmal einen Tag verbringen? Was würden sie zusammen unternehmen?

Tatsache ist, dass ich mit meiner Hobbydetektivin Jenny Sommer sehr viel Zeit verbringe. Ich begleite sie schon vor dem Schreiben bei ihren Ermittlungen, fahre mit ihr an die Schauplätze, schwinge mich aufs Rad, gehe mit ihr Joggen und mache mir ihr Wanderungen. Die lebensgefährlichen Dinge finden - Gott sei Dank - nur fiktiv statt.

12. Schreiben Sie auch sonst gerne Artikel für Magazine? Worin liegen Ihrer Meinung nach die Unterschiede, wenn es um kleine Artikel geht und wenn man ein Buchs schreibt?

Ich habe früher als Journalistin gearbeitet und schreibe auch heute noch hin und wieder Artikel. Der Unterschied zu einem Buch ist enorm. Für das Buch braucht man einen langen Atem und viel Sitzfleisch, ein Artikel ist vergleichsweise rasch geschrieben.  

13. Was fällt Ihnen am Entstehungsprozess eines Buches sehr leicht, was schwer? Vielleicht gibt es auch etwas, was Sie total super oder total fürchterlich finden?

Die Idee ist immer rasch da, der Schauplatz ebenso. Wunderbar finde ich die Recherchereisen im Vorfeld. Die Tücke liegt im Detail, wenn es darum geht, die verschiedenen Fäden zu einem großen Ganzen zusammenzufügen. Da bedarf es des Sitzfleisches, siehe oben. Das aufzubringen, fällt mir manchmal schwer.  

14. Wie leicht oder schwer ist es für Sie, Ihre Buchidee jeweils bei einem Verlag unterzubringen?

Bisher war es nicht schwierig. 

15. Wie organisieren Sie einen Schreibprozess? Wie lange brauchen Sie für ein Buch?

Idee-Konzept-Recherche-Schreiben. Das ist die Theorie. In der Praxis geht es manchmal nicht so glatt. Von der Idee bis zur Abgabe des fertigen Manuskripts benötige ich zirka ein Jahr. Allerdings habe ich noch meinen PR-Beruf, kann mich also nicht ausschließlich der Arbeit am Buch widmen.  

16. Bei Ihrer ersten Buchveröffentlichung: Was haben Sie von der Buchveröffentlichung damals erwartet und was davon ist in Erfüllung gegangen?

Dass mein Buch in den Buchhandlungen aufliegt. Das ist in Erfüllung gegangen, alles andere, wie gute Verkäufe oder Einladungen zu Lesungen, hat meine Erwartungen übertroffen.

17. Haben Sie je Schreibworkshops besucht? Helfen diese tatsächlich weiter?

Ich habe bisher keine Schreibworkshops besucht. Ich finde, viel Lesen ist die beste Voraussetzung, um selbst zu schreiben.

18. Schreiben Sie lieber für Kinder und Jugendliche oder für Erwachsene?

Ich habe bisher nur für Erwachsene geschrieben.


Vielen Dank für Ihre Antworten!

www.sigrid-neureiter.de
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