Sandra Florean

 

 

 

Hat jemand von euch schon Sandra Floreans Buch "Mächtiges Blut" gelesen? Für alle Vampir-Fans ein richtiges Muss! Aber Sandra Florean hat nicht nur Ideen zu Vampiren, auch zu vielen anderen fantastischen Kreaturen!

 

1. Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?

Sehr gern. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder und lebe in einer eher spießigen Reihenhaussiedlung. Dank meiner zweiten Leidenschaft, der historischen und fantastischen Schneiderei, sind wir da sowas wie die Paradiesvögel, und das ist gut. Diesen ersten Traum habe ich mir bereits vor 9 Jahren erfüllt und mich mit der Schneiderei selbstständig gemacht. Der zweite große Traum ging dann mit dem Verlagsvertrag von bookshouse in Erfüllung. Doch es sind noch jede Menge Träume über. Wie z.B. ein alter Ford Mustang oder zurück in die Zeit reisen und dort unsterblich werden ;)

2. Wie kamen Sie zum Schreiben?

Als Teenager habe ich mit dem Schreiben die vielen oftmals verwirrenden Gefühle verarbeitet, die die Pubertät so mit sich gebracht hat. Nach meiner Schreibpause hat mich dann tatsächlich ein Vampirroman inspiriert, wieder zu schreiben.

3. Wie finden Sie Ihre Themen und Namen der Charaktere?

An Ideen mangelt es mir selten. Nur sind manche Ideen bei näherem Hinsehen nicht brauchbar. Dann grübel ich manchmal wochenlang darüber, bis aus einer Idee eine Geschichte wird. Die Charaktere ergeben sich dann meist aus dem Plot. Die Namensfindung ist auch ein Prozeß für sich. Da nutze ich sehr gern Sammlungen von Babynamen – möglichst nach Herkunft sortiert. Sobald ich einen Hintergrund für den Charakter habe, passen einfach nicht mehr so viele Namen. Häufig ändere ich ihn aber auch zwei bis drei Mal im Laufe des Schreibens, weil er dann doch nicht so gut zum Charakter oder seine Handlungsweise passt.

4. Was lesen Sie selber gerne?

Fantasy. Am liebsten Vampire, Gestaltwandler und ähnliches. Aber ich habe auch jede Menge historische Romane und Bücher über Hexen und Ägypten, Karl May, Stephen King und Oscar Wilde und und und

5. Wer sind Ihre Lieblingsautoren?

Anne Rice, definitiv. J.R. Ward auch, ebenso Laurell K. Hamilton und Ilona Andrews. Mittlerweile aber auch viele deutsche Autoren.

6. Wer ist Ihr liebster Romanheld?

Lestat de Lioncourt

7. Hatten Sie ein besonderes Erlebnis als Autorin? Welches war das?

Für mich ist es immer wieder etwas Besonderes, wenn Leser mir schreiben und mir erzählen, dass sie mein Buch lesen und wie es ihnen gefallen hat. Das ist ein tolles Gefühl!!

8. Können Sie uns einen Lesetipp geben

Da gäbe es mit Sicherheit viele. Allgemein möchte ich einfach meine deutsche AutorenkollegInnen empfehlen. Es muss nicht immer aus dem englisch-sprachigen Raum kommen, auch die deutschen Autoren schreiben gute Bücher.

9. Was ist Ihr nächstes Projekt?

Mein aktuelles Projekt hat noch nicht einmal einen Arbeitstitel und die weibliche Protagonistin ist noch nicht fertig ausgeformt. Aber es geht mal nicht um Vampire. Dafür aber um Gestaltwandler und Dämonen. Es wird eine aufregende und erotische Liebesgeschichte werden.

10. Haben Sie sich schon einmal gewünscht, im Nachhinein etwas an Ihren Bücher ändern zu können?

Ja. Aber als selbstkritischer und perfektionistischer Mensch ist man nie zufrieden ;)

11. Mit welchem Ihrer Charaktere würde Sie gerne einmal einen Tag verbringen? Was würden sie zusammen unternehmen?

Mit meinem Vampir Dorian Fitzgerald. Ich würde mich von ihm als echten Gentleman ausführen lassen, ihn die ganze Zeit anhimmeln, seine tollen Autos fahren wollen (was er mir niemals erlauben würde) und die Nacht zum Tag machen. Vielleicht einen Spontantrip nach Rom oder London? Die Nacht in einer Luxussuite verbringen? Wer weiß …

12. Schreiben Sie auch sonst gerne Artikel für Magazine? Worin liegen Ihrer Meinung nach die Unterschiede, wenn es um kleine Artikel geht und wenn man ein Buchs schreibt?

Bisher habe ich noch keine Artikel für Magazine geschrieben. Ich verzweifel schon an Kurzgeschichten. „Lang“ liegt mir eher ;)

13. Was fällt Ihnen am Entstehungsprozeß eines Buches sehr leicht, was schwer? Vielleicht gibt es auch etwas, was Sie total super oder total fürchterlich finden?

Leicht ist es, loszulegen, sobald ich eine Idee habe. Dann fließen die Szenen nur so aus mir heraus. Dann wird es schwer, mich zu bremsen und mich auf den Plot zu konzentrieren. Manchmal fällt es mir schwer, einen geeigneten Titel zu finden, da hier viele Faktoren zusammenspielen. Als notwendiges Übel betrachte ich oftmals das Überarbeiten. Wenn die Geschichte lange genug geruht hat, kann es richtig Spaß machen. Doch spätestens beim zweiten oder dritten Durchgang geht mir dann meist die Luft aus.

14. Wie leicht oder schwer ist es für Sie, Ihre Buchidee jeweils bei einem Verlag unterzubringen?

Ich denke, so schwer wie für alle anderen. Beim ersten Mal mit der Nachtahn-Reihe, bzw. „Mächtiges Blut“ war vielleicht auch ein bisschen Glück im Spiel. Vom bookshouse Verlag lag mir bereits zwei Wochen nach Zusenden des Exposés ein Verlagsvertrag für die ganze Reihe vor. Das war nicht nur überraschend sondern total toll! Da die Zusammenarbeit mit dem Verlag sehr gut klappt, habe ich dort auch eine andere Geschichte unterbringen können. Nun wissen sie ja, wie ich schreibe, und wie das bei den Lesern ankommt. Das erleichtert es mit Sicherheit. Zumindest beim bookshouse Verlag. Wie es bei einem anderen aussieht, hab ich noch nicht ausprobiert ;)

15. Wie organisieren Sie einen Schreibprozeß? Wie lange brauchen Sie für ein Buch?

Meist hab ich eine winzige Idee, die ich dann im Kopf ausforme. Wenn sie zu einer Story geworden ist, überlege ich mir, welche Charaktere ich für so eine Geschichte brauche. Dann beginnt im Grunde schon das Plotten. Oftmals zuerst im Kopf, ehe ich mir Notizen mache. Dann skizziere ich grob den Handlungsverlauf, überlege mir etwas zu den Charakteren und deren Hintergründe, schreibe auch schon erste Szenen. Diesen Plot ändere ich oftmals mehrfach, bis die Geschichte stimmig ist.

 

Wenn ich erst einmal angefangen habe zu schreiben und der Plot steht, dann versuche ich in der Regel, nicht länger als drei bis vier Monate an dem Projekt zu arbeiten. Das bezieht sich auf das reine Schreiben der Geschichte, nicht das Überarbeiten. Das ist natürlich nicht immer machbar, da ich neben der Schreiberei auch noch einen Beruf und Familie und Freunde habe. Aber wenn ich zu lange daran „herumkaue“, bin ich nicht mehr mit der anfänglichen Begeisterung dabei, und es fällt mir immer schwerer, die Geschichte dann noch zu Ende zu bringen.

 

16. Bei Ihrer ersten Buchveröffentlichung: Was haben Sie von der Buchveröffentlichung damals erwartet und was davon ist in Erfüllung gegangen?

Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich etwas erwartet habe. Meine Erwartungen wurden auf jeden Fall übertroffen! „Mächtiges Blut“ kam bisher sehr gut an und ich habe vor allem von so vielen Lesern Emails und Nachrichten bekommen, die mir erzählt haben, dass es ihnen gut gefallen hat oder dass sie diesen Charakter sehr gerne mochten oder jenen. Sie haben mir Fotos von sich und meinem Buch geschickt, es ihren Freunden empfohlen oder auf ihrem Blog auf mich hingewiesen und mich in allem so toll unterstützt. DAS hätte ich niemals erwartet – und das ist auch das größte Lob!

 

An dieser Stelle Dank an alle meine Leser. Ihr seid die Besten!!

17. Haben Sie je Schreibworkshops besucht? Helfen diese tatsächlich weiter?

Nein, habe ich nicht.

18. Schreiben Sie lieber für Kinder und Jugendliche oder für Erwachsene?

Für Erwachsene. 


Vielen Dank für Ihre Antworten!

 

 

Mit diesem Link gelangt ihr nicht nur zu der Beschreibung von "Mächtiges Blut", sondern auch direkt zu dem Blog der Autorin! Schaut euch doch da mal um, ist wirklich interessant!