Rike Drust

 

Gerade erst hat die Autorin Rieke Drust ihren Roman "Familiensafari" bei carl's books veröffentlicht. Der Roman liegt bei mir schon im Bücherschrank... Mal schauen, wie er mir gefällt. Die Autorin ist mir sehr sympathisch und ich kann hier mit ihr plaudern...


1. Seit wann schreiben Sie?

Seit ich schreiben kann. Aber nicht so, dass ich mit 7 ganze Romane in der Schublade hatte und schon immer wusste, dass ich Schriftstellerin werden will. Eher so nebenbei.

2. Können Sie mir zehn Wörter geben, die die Handlung von "Familiensafari" beschreiben?

Normalverrückte reisen durch Deutschland, zu einander und zu sich selbst.

3. Können Sie im Urlaub genauso gut schreiben wie Zuhause?

Im Urlaub entstehen eher Ideen. Ich beobachte und habe Zeit, nachzudenken. Richtig schreiben kann ich am besten zuhause.

4. Haben Sie beim Schreiben bestimmte Rituale, wie zum Beispiel Tee trinken oder eine bestimmte Hintergrundmusik hören?

Meist höre ich über Kopfhörer sehr laut Musik. Das muss allerdings Musik sein, die ich schon kenne. Als ich „Muttergefühle. Gesamtausgabe“ geschrieben habe, habe ich tatsächlich nur eine Band, nämlich Thrice, gehört. Bei „Familiensafari“ eher Frauen wie Jenny Wilson oder die Distillers, die ja auch indirekt im Buch vorkommen.

5. Was macht für Sie der Beruf eines Autoren aus?und was nacht diesen Beruf aus Ihrer Sicht zu dem allerbesten Beruf?

Dass ich mit dem, was ich am allerliebsten mache, Ausdenken und Schreiben, mein Geld verdienen kann. Dafür bin ich tatsächlich jeden Tag dankbar. Außerdem kann ich mir meine Zeit so frei einteilen, was als Mutter von zwei Kindern Gold wert ist.

6. Wollten Sie schon immer Schriftstellerin werden?

Wenn ich mich richtig erinnere, waren meine ersten Berufswünsche Tierärztin und Popsängerin (so hat man das damals wohl genannt). Danach wusste ich sehr lange gar nicht, was ich machen will und bin in das berufliche Schreiben eher reingeschliddert.

7. Welches Genre lesen Sie am Liebsten?

Gerade lese ich meistens Kinderbücher. Mein Sohn ist 5 und liebt es (zum Glück), vorgelesen zu bekommen. Die letzten beiden Bücher waren die Abenteuer von JanBenMax von Zoran Drvenkar - ganz großartig. Und wenn ich doch mal für mich zum Lesen komme, dann am liebsten unterhaltsame Gegenwartsliteratur. 

8. Finden Sie viel Inspiration zu Ihren Büchern in Familienmitgliedern?

In „Familiensafari“ stand kein Familienmitglied Pate für die Figuren. Aber da es mein erster Roman ist, kann ich das noch gar nicht genau sagen.

9. Verraten Sie uns ihr Lieblingsbuch?

Der Fliegenfänger von Willy Russell.

10. Wie lange haben Sie ungefähr gebraucht, "Familiensafari" zu verfassen?

Puh, mit der gesamten Wartezeit und zwischendurch Kind kriegen und so weiter waren das bestimmt eineinhalb Jahre. Netto vielleicht so sieben bis acht Monate.

11. Denken Sie, Sie werden das Buch jetzt - nach der Veröffentlichung - lesen, ohne sich auf Lesungen o.ä. vorzubereiten? Sondern aus reiner Freude?

Das ist eine tolle Freude. Bis jetzt habe ich mich noch nicht so richtig getraut, reinzugucken, weil ich Angst hatte, doch noch einen Fehler zu finden oder einen Satz, den ich blöd finde. Aber ich hoffe, dass ich es noch mal ganz in Ruhe lesen werde.

12. Genießen Sie es, auf Lesungen zu sein?

Ich war noch auf keiner. Aber da ich nicht so der Rampenlichttyp bin, denke ich, dass ich es eher genießen würde, wenn die Lesung vorbei wäre :)

13. Wie stolz waren Sie, als Sie das erste Mal nach der Veröffentlichung des Romans in einen Buchladen gegangen sind und dort Ihr Werk gesehen haben?

Ich habe tatsächlich noch gar nicht geschafft, in einen Buchladen zu gehen. Aber bei meinem ersten Buch war ich sehr sehr stolz. Und unter uns, manchmal, wenn es „nur“ im Regal stand, hab ich es auch etwas prominenter platziert.

14. Bevorzugen Sie es prinzipiell Einzelbände zu verfassen? Wenn ja, warum?

Das kann ich auch noch nicht sagen. Wenn die Leser „Familiensafari“ mögen, kann ich mir gut vorstellen, über eine Fortsetzung nachzudenken.

15. Haben Sie Inspiration zu "Familiensafari" in Ihnen bekannten Personen gefunden?

Nicht so richtig. Nach „Muttergefühle. Gesamtausgabe“, in dem ich ja ziemlich schonungslos über meine eigenen Erfahrungen geschrieben habe, fand ich es toll, mir mal alles auszudenken.

16. Woher stammen die Namen der Protagonisten?

Aus meinem Kopf. Aber seit das Buch raus ist, wundere ich darüber, wie viele Menschen Rohwedder heissen.

Und noch eine letzte Frage:

17. Schreiben Sie gerade an einem Buch? Wollen Sie uns verraten, worum es gehen soll?

Gerade bin ich in Elternzeit, weil ich vor 6 Monaten mein zweites Kind bekommen habe. In meinem Kopf arbeitet es schon wieder, aber meine Gedanken gehen in alle möglichen Richtungen. Sobald es etwas Konkreteres gibt, sag ich Bescheid :)

Vielen Dank für Ihre Antworten!

"Keine Weltliteratur, aber doch ganz lustig!"

 

Mehr dazu auf:

 

http://infemme.com/archives/279