Patricia Schröder

Die "Meeres-Trilogie" ist vor kurzem erschienen, "Jolande" habe ich heute rezensiert... Einige Fragen an die Autorin selbst... Und "Blind Walk" soll auch bald, im Sommer, erscheinen.... Worum es in dem Buch geht und noch viel mehr!

1. Seit wann schreiben Sie?

Seit knapp 20 Jahren. Angefangen habe ich mit Hörfunkbeiträgen, später kamen Kurzgeschichten für Anthologien hinzu und 1995 habe ich dann mit meinem ersten Roman begonnen.

 

2. Können Sie mir zehn Worte geben, die die Handlung der "Meeres -Trilogie" beschreiben?

Das ist schwer, eigentlich sogar unmöglich. Deshalb versuche ich es gar nicht erst ;-)

3. Können Sie im Urlaub genauso gut schreiben, wie Zuhause?

Ich mache so gut wie nie Urlaub. Und den mache ich dann explizit, um nicht zu schreiben. Ein(e) AutorIn „recherchiert“ allerdings immer, sozusagen, wo er oder sie geht und steht. Es gibt nichts, was vor AutorInnen sicher ist und nicht irgendwann einmal in irgendeiner Form in eine Geschichte einfließt. Dafür trägt man dann ein Notizheft mit sich herum oder man hat einen gut trainierten Speicherplatz im Gehirn. Ich verlasse mich meistens auf letzteren.

 

Am besten schreiben kann ich ganz in Ruhe an meinem gewohnten Platz in meinem Arbeitszimmer mit Blick auf ein Rapsfeld und eine Schafweide, einem Kaffee auf dem Schreibtisch, meinem Hund neben mir auf dem Läufer und eine meiner vielen Katzen, die sich in einem Bücher-Karton zusammengeringelt hat, den ich noch nicht weggeräumt habe. Davon steht eigentlich immer einer rum.

4. Haben Sie beim Schreiben bestimmte Rituale, wie zum Beispiel Tee trinken oder eine bestimmte Hintergrundmusik hören?

Oh, diese Frage ist ja nun eigentlich schon beantwortet: Rapsfeld, Schafe, Kaffee, Hund und Katze … Manchmal höre ich auch Musik, das ist eher selten. Ich brauche innere Bilder, um mich zu inspirieren. Dazu gehört natürlich, dass ich vorher äußere Bilder eingesammelt und gespeichert habe. Als Ritual würde ich all das aber nicht bezeichnen.

5. Was macht für Sie der Beruf eines Autoren aus?

Dass man eigene Welten erschaffen und Anregungen zum Nachdenken geben kann, auch, dass man selber sehr viel über alles Mögliche nachdenkt, hinterfragt, immer kritisch ist. Als AutorIn hat man die Möglichkeit, auf Missstände zu zeigen, Dinge beim Namen zu nennen, Menschen in ihren Einstellungen zu beeinflussen, Lösungsmöglichkeiten anzuregen oder sogar aufzuzeigen. Das passiert selbst mit vermeintlich einfachen, leicht zu verkonsumierenden Geschichten. Und deshalb hat man als AutorIn auch eine gewisse Verantwortung.

 

Ich selbst bin jemand, der zuweilen gerne provoziert, Grenzen überschreitet und kontroverse Diskussionen auslöst. Das ist mir unter anderem mit der Meerestrilogie gelungen. Und so etwas liebe ich. 

6. Was macht diesen Beruf aus Ihrer Sicht zum Allerbesten Beruf?

 

Ich weiß nicht, ob es der allerbeste Beruf ist. Ich finde, es gibt sehr viele tolle Berufe, für mich persönlich fällt alles darunter, was in irgendeiner Weise kreativ ist oder sich in besonderem Maße für „Schwächere“ einsetzt. 

7. Wollten Sie schon immer Schriftstellerin werden?

Nein. Ich wollte Friseurin werden. Schneiderin. Studiert habe ich dann Textildesign. Das ist auch ein toller Beruf. Aber als Schriftstellerin bin ich freier. Freiheit geht mir über alles.

8. Welches Genre lesen Sie am Liebsten?

Da bin ich überhaupt nicht festgelegt. Ich lese alles, und davon viel zu wenig. Eigentlich bräuchte ich zwei Leben zur gleichen Zeit, um all das lesen zu können, was ich lesen möchte.

9. Finden Sie viel Inspiration zu Ihren Büchern in Familienmitgliedern?

Auch, dort aber am allerwenigsten.

10. Verraten Sie uns Ihr Lieblingsbuch?

Davon gibt es Hunderte.

Ja, mein erstes. Dafür habe ich ein Jahr gebraucht. Und das war nur halb so dick wie “Meeresflüstern“ … und dafür wiederum habe ich 3 Monate gebraucht (plus Überarbeitung mit der Lektorin)

12. Lesen Sie ab und zu die von Ihnen verfassten Bücher nach deren Veröffentlichung?

Nee, nie! Bis zur Veröffentlichung habe ich die ja alle schon mindestens 3 bis 5 Mal gelesen. Aber ich blättere gerne in den fertigen Büchern herum und /oder suche Textstellen für Lesungen heraus.

11. Gibt es ein Buch, bei dem Sie besonders lange gebraucht haben, es zu verfassen?

Einige Fragen zu der „Meeres-Trilogie“

13. War von Anfang an eine Trilogie geplant?

Aber klar doch. Anders geht es gar nicht, wenn man sich nicht auf halber Strecke verzetteln will.

14. Haben Sie Inspiration zu diesen Büchern in Ihnen bekannten Personen gefunden?

Nein. Das sind alles reine Fantasiefiguren. Einzig und allein, dass Tante Grace näht, hat mit einem früheren Berufswunsch zu tun. 

15. Wie lange haben Sie ungefähr gebraucht, um die gesamte Trilogie zu verfassen?

Oh, das muss ich schätzen, denn ich habe die Bände nicht direkt hintereinander, sondern dazwischen auch noch ein paar Kinderbücher geschrieben. Ich würde sagen, ungefähr anderthalb Jahre (Ideenfindung / Konzeptentwicklung / Überarbeitung / Lektorat eingeschlossen). 

16. Woher kommen die Namen der Protagonisten?

Von überallher, und damit meine ich in diesem Fall vor allem das Internet. Für die Meerestrilogie habe ich in der Hauptsache nach englischen und französischen Namen gesucht. Wenn ich die Figur kenne, sie bereits als Charakter in meinem „Herzen“ lebt, finde ich sehr schnell den „richtigen“ Namen für sie. 

17. Schreiben Sie gerade an einem Buch? Wollen Sie uns verraten, worum es gehen soll?

Im Moment schreibe ich gerade an einem Kinderbuch für die Reihe „ERST ICH EIN STÜCK, DANN DU“, die ich entwickelt habe. Aber ich glaube, das ist nicht das, was Du wissen willst ;-) … Also, im Sommer wird bei COPPENRATH ein neues Jugendbuch von mir erscheinen. Es ist ein Mystery-Thriller und trägt den Arbeitstitel „BLIND WALK“, unter dem es höchstwahrscheinlich auch veröffentlicht wird. Worum es genau geht, darf ich nicht verraten, denn die Rechte liegen ja beim Verlag, und der bestimmt, zu welchem Zeitpunkt etwas über den Inhalt bekannt wird. Nur so viel: Ich glaube, es ist sehr spannend,  ziemlich speziell und es gibt darin auch wieder eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die allerdings nicht so sehr im Mittelpunkt steht wie bei der Meerestrilogie. 

Vielen Dank für Ihre Antworten!

 

 

 

 

 

Die "Meeres-Trilogie" von Patricia Schröder! Wenn Ihr auf die Bilder klickt, findet ihr noch viel mehr Informationen zu der Autorin!