Michael Schmid

 

 

Michael Schmid ist Autor  von dem Fantasy-Roman "Krieg der Engel" und von zwei Thrillern "Fragmente des Wahns" und "760 Minuten Angst". Doch dieses Interview ist weder Fantasy, noch ein Thriller. Denn hier beantwortet mir Michael Schmid meine Fragen über das Teleportieren, seine Inspiration und seine Lieblingsromanfigur aus "Die Tribute von Panem".

1. Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?

Natürlich, sehr gerne. Mein Hobby ist jetzt nicht wirklich schwer zu erraten, denn es ist tatsächlich das Schreiben und Lesen. Doch meine zweite Leidenschaft gehört den Animes und Mangas, durch die ich wunderbar abschalten und darin versinken kann. Mein Traum vom Glück ist noch nicht klar definiert, aber eines Tages vom Schreiben leben zu können wäre auf jeden Fall mal ein sehr guter Anfang. Mich ärgert so einiges auf der Welt und das alles hier aufzuzählen würde wirklich den Rahmen sprengen, aber am Meisten nerven mich intolerante Menschen. Und welche Gabe würde ich gerne besitzen? Ich glaube, teleportieren, denn dann könnte ich ohne Probleme und so oft ich will nach Japan reisen.

2. Wie kamen Sie zum Schreiben?

Eine sehr beliebte Frage und eine wirkliche Antwort habe ich selten darauf. Ich weiß es gar nicht mehr so recht. Ich habe irgendwann angefangen, eigene Episoden zu meinen Lieblingssendungen zu schreiben und was dann als Fanfictions begann, wurden langsam eigene Geschichten und ja, so kam ich zum Schreiben.

3. Wie finden Sie Ihre Themen und Namen der Charaktere?

Ach, das kann ich wirklich nicht pauschalisieren. Die Inspiration zu „Damon“ kam mir durch den Manga „Angel Sanctuary“, die Namen sind oft einfach nach meinem eigenen Geschmack und Klang ausgewählt. Aber gerade für die Engelnamen gibt es ja „feste“ Vorlagen seitens Bibel, Kabbala usw. von daher fällt mir da die Auswahl oft sehr leicht.

4. Was lesen Sie selber gerne?

Aktuell eigentlich Querbeet. Angefangen von Jugendliteratur, über Romane, High Fantasy, Dystopien und auch ein wenig Historisches, eigentlich fast alles. Meine Liebe gehört sehr stark der japanischen Literatur, aber auch englische Bücher lese ich derzeit sehr gerne.

5. Wer sind Ihre Lieblingsautoren?

Viel zu viele. Ich vergöttere das Debüt von Aly Cha, aber auch Kazuo Ishiguro und Haruki Murakami, sowie Yoko Ogawa stehen bei mir ganz weit oben. Dann natürlich Suzanne Collins, die mit ihrer Hunger Games Trilogie wirklich was ganz Großes geschaffen hat. Aber auch Miss Rowling oder Rick Riordan und ihre Werke möchte ich in meinem Regal nicht missen. So wie viele weitere tolle Autoren und Romane …

6. Wer ist Ihr liebster Romanheld?

Die Fragen werden ja immer schlimmer. Aber ich würde jetzt mal von den Bekanntesten sagen: Peeta aus Panem, Ron aus Harry Potter, Percy aus Percy Jackson und Kai aus Damon (xD)

7. Hatten Sie ein besonderes Erlebnis als Autor? Welches war das?

Da gibt es viele, aber ich glaube, das beste Erlebnis für mich als Autor war tatsächlich, den ersten eigenen Roman gedruckt in Händen zu halten und darauf eben seinen eigenen Namen stehen zu sehen. So etwas ist unbezahlbar.

8. Können Sie uns einen Lesetipp geben?

Eindeutig mein Lieblingsbuch, das leider noch viel zu unbekannt ist – Schnee im April von Aly Cha.

9. Was ist Ihr nächstes Projekt?

Mein aktuelles … nämlich der 2. Band meiner Damon-Reihe, an welchem ich auch fleißig schreibe. Ich hoffe er findet genauso viel Anklang wie sein Vorgänger.

10. Haben Sie sich schon einmal gewünscht, im Nachhinein etwas an Ihren Bücher ändern zu können?

Dauernd. Ich glaube, das geht aber fast jedem Autor so. Man ist selten zu 100% zufrieden mit seinen eigenen Büchern und würde immer wieder etwas ändern, umschreiben, hinzufügen, aber irgendwann gibt es diesen Punkt, wo man sagt „Das war’s“ und dann ist das Buch fertig und bleibt auch so. Und das ist auch gut so.

11. Mit welchem Ihrer Charaktere würde Sie gerne einmal einen Tag verbringen? Was würden sie zusammen unternehmen?

Eindeutig mit Kai aus Damon. Ich glaube wir würden einfach nur zusammen die Stadt unsicher machen und jede Menge Spaß haben und Unsinn verbreiten.

12. Schreiben Sie auch sonst gerne Artikel für Magazine? Worin liegen Ihrer Meinung nach die Unterschiede, wenn es um kleine Artikel geht und wenn man ein Buchs schreibt?

Unterschiede, wenn es um kleine Artikel geht und wenn man ein Buchs schreibt?

Ich betreibe ja selbst noch einen Blog, wo es hauptsächlich um Bücher, aber auch um Manga, Anime und Japan an sich geht. Ich würde sehr gerne auch für Magazine oder Zeitungen schreiben, aber dazu gab es bis dato noch keine Gelegenheit. Ich denke der größte Unterschied zwischen einem Artikel und einem Buch ist die Art der „Erzählung“. Ein Artikel ist ganz anders aufgebaut und man berichtet auch ganz anders, als wenn man eine Geschichte erzählt. Es gibt einfach Elemente, die passen hervorragend in ein Buch, aber niemals in einen Artikel und andersherum ist es natürlich nicht anders. Aber das lernt man mit der Zeit.

13. Was fällt Ihnen am Entstehungsprozess eines Buches sehr leicht, was schwer? Vielleicht gibt es auch etwas, was Sie total super oder total fürchterlich finden?

Gerade den Anfang eines Buches zu schreiben und auch die ersten rund 50 Seiten fallen mir immer sehr schwer. Hier muss meist sehr viel erläutert und eingeführt werden und auch man selbst ist noch nicht mit der eigenen Geschichte verwachsen. Erst später ist man damit eins und dann fällt einem auch das Schreiben wesentlich leichter. Gerade die Enden sind für mich etwas ganz Besonderes und ich fiebere selbst ganz aufgeregt darauf hin. Immer wieder ein tolles Erlebnis.

14. Wie leicht oder schwer ist es für Sie, Ihre Buchidee jeweils bei einem Verlag unterzubringen?

Ich habe für jedes meiner Bücher hart kämpfen müssen, um es bei einem Verlag unterzubringen. Das Gewerbe ist stark umkämpft und man geht sehr stark in der breiten Masse unter. Im Moment bin ich froh, für meine Damon Reihe ein passendes Zuhause gefunden zu haben und mir diesbezüglich keine Gedanken mehr machen zu müssen.

15. Wie organisieren Sie einen Schreibprozess? Wie lange brauchen Sie für ein Buch?

Ich brauche, bevor ich mit dem Schreiben beginne, immer den Anfang, das Ende und ein, zwei wichtige Fixpunkte im Mittelteil der Geschichte, um überhaupt mit dem Schreiben beginnen zu können. Dann setze ich mich, wenn der Schreibprozess wieder in Gang gesetzt wurde, meist täglich, dort abends vor den Laptop und dann wird in die Tasten gehauen. Die Dauer eines Romans ist dabei immer unterschiedlich, da hier viele Faktoren zusammenkommen - Länge des Buches, Privatleben, Beruf, Familie … und vieles mehr.

16. Bei Ihrer ersten Buchveröffentlichung: Was haben Sie von der Buchveröffentlichung damals erwartet und was davon ist in Erfüllung gegangen?

Ich kann sagen, dass ich bei „Fragmente des Wahns“ sehr bodenständig war, was meine Erwartungen anging und da es daraufhin viel stärker angenommen wurde, als ich jemals gedacht hätte, konnten meine Wünsche nur erfüllt werden. Ich habe wirklich nichts zu bedauern.

17. Haben Sie je Schreibworkshops besucht? Helfen diese tatsächlich weiter?

Nein, habe ich nicht und daher kann ich auch nicht viel dazu sagen. Ich denke, jeder der dazu Lust hat, soll auch einen oder mehrere mitmachen und Schaden kann so ein Workshop sicherlich nie.

18. Schreiben Sie lieber für Kinder und Jugendliche oder für Erwachsene?

Eindeutig für Kinder und Jugendliche. Gerade diese Zielgruppe ist, was Fantasy anbelangt, viel aufgeschlossener und auch ihre Begeisterung für das Lesen ist wesentlich höher, frischer und aufrichtiger, was einem Autor regelrecht das Herz öffnet. Ich möchte diese Art der Erzählung nicht mehr missen.


Vielen Dank für Ihre Antworten!

 

 

Was interessiert euch mehr? Thrilelr oder Fantasy? Da mich Fantasy mehr interessiert, hier das Cover von "Damon - Krieg der Engel". Aber mit dem Link gelangt ihr nicht nur direkt zu dem Roman, sondern auch zu beiden Thrillern.