Melanie Stoll

 

Melanie Stoll kommt aus Bayern und studiert in Augsburg interaktive Medien. Aber ein Stift und Papier gehörten schon immer zu ihrem Leben. Sie illustriert und sie schreibt: "Greifbar" ist ihr Debütroman und im kommenden Jahr erscheint vorraussichtlich die Fortsetzung. Und hier bantwortet sie meine und eure Fragen!

1. Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?

Gerne! Natürlich liebe ich das Schreiben und Zeichnen, reise aber mindestens genauso gerne, gehe oft ins Kino und liebe Tiere. Momentan studiere ich Interaktive Medien in Augsburg. 

Im April erschien mein Debütroman "Greifbar", ein romantisches Fantasy-Jugendbuch, im Amrûn Verlag. Damit ging einer meiner großen Träume in Erfüllung. Und solange es Leser gibt, die meine Geschichten gerne lesen, bin ich glücklich. Deshalb versuche ich auch, mich so wenig wie möglich zu ärgern.

Wenn ich mir eine Gabe aussuchen dürfte, wäre es wohl die, vor Lesungen nicht nervös zu sein :)

2. Wie kamen Sie zum Schreiben?

Vor allem durch meinen Job als Journalistin. Nach der Schule habe ich eine Zeit lang in der Redaktion einer Lokalzeitung gearbeitet. Da die Texte immer ziemlich trocken waren und ich mich nie richtig austoben konnte, spielte ich hin und wieder mit dem Gedanken, mich an einem Buch zu versuchen. 

3. Wie finden Sie Ihre Themen und Namen der Charaktere?

Das ist immer ganz unterschiedlich. Ich lasse mich gerne inspirieren - von Träumen, Alltagssituationen, Bildern, oder ganz anderen Dingen. Manchmal beobachte ich eine Situation, schon fällt mir eine Geschichte dazu ein, die ich auf's Papier bringen muss. 

Bei der Suche nach Namen bin ich nicht so kreativ - ich durchforste Namenslisten, um einen passenden Namen für meine Figuren zu finden.

4. Was lesen Sie selber gerne?

Mein Regal beherbergt so ziemlich jedes Genre, aber vor allem Jugendbücher.

5. Wer ist Ihr liebster Romanheld?

Eigentlich mag ich all meine Helden, sogar so manche Bösewichte. Ich habe aber einen besonderen Faible für Marius aus "Greifbar". Er ist nicht mit meinem Protagonisten Julian verwandt, aber wie ein Bruder für ihn, und einfach liebenswürdig. 

6. Hatten Sie ein besonderes Erlebnis als Autor/Autorin? Welches war das?

Es gab einige tolle Erlebnisse, die ich wohl nie vergessen werde. Am schönsten war allerdings die Begegnung mit einem richtigen "Greifbar"-Fan. Es war immer mein großer Traum, Menschen mit meinen Geschichten für ein paar Stunden in eine andere Welt zu entführen. Wenn eine fremde Person vor dir steht und dir sagt, dass du genau das erreicht hast, ist es ein unglaublich tolles Gefühl!

7. Was ist Ihr nächstes Projekt?

Momentan arbeite ich an einer Kinderbuchillustration, die mir wirklich viel Spaß macht. Das Buch wird voraussichtlich im Oktober erscheinen.

Außerdem schreibe ich an der Fortsetzung von "Greifbar", die 2015 im Amrûn Verlag erscheinen wird.

8. Haben Sie sich schon einmal gewünscht, im Nachhinein etwas an Ihren Bücher ändern zu können?

Nein, zum Glück nicht, obwohl ich mir gegenüber immer sehr kritisch bin. Klar, wenn ich "Greifbar" lese, stolpere ich noch über die ein oder andere Stelle, die ich jetzt vielleicht anders formuliert hätte. Mir ist auch schon eine Wortwiederholung ins Auge gefallen, die nicht schön ist. Aber das sind alles Kleinigkeiten, die mich dazu veranlassen, es beim nächsten Mal besser zu machen.

9. Mit welchem Ihrer Charaktere würde Sie gerne einmal einen Tag verbringen? Was würden sie zusammen unternehmen?

Oh, ganz schwierig. Mit allen? Wahrscheinlich würde meine Wahl wieder auf Marius fallen, müsste ich mich entscheiden. Wir würden Crawley erkunden und im Happy Meeting Abendessen. Ich hätte da auch noch die ein oder andere Frage an ihn... Oh, und er müsste mir unbedingt Julians Haustiere vorstellen.

10. Schreiben Sie auch sonst gerne Artikel für Magazine? Worin liegen Ihrer Meinung nach die Unterschiede, wenn es um kleine Artikel geht und wenn man ein Buchs schreibt?

Ja, ich schreibe auch heute noch gerne Artikel, aber hauptsächlich für Online-Plattformen. Unterschiede gibt es viele - der größte Unterschied ist vielleicht der, dass man viel mehr Zeit mit dem Text eines Buches verbringt, als mit einem Artikel. Das Buch begleitet mich auch noch lange nach dem Schreiben. 

Ich recherchiere für Zeitungsartikel, habe vielleicht den ein oder anderen Termin, schreibe den Text, lese nochmal drüber und sende ihn ab - Aufgabe erfüllt. In einem Buch steckt so viel mehr. Man erschafft seine eigene Welt, seine eigenen Figuren und lässt sie ein großes Abenteuer erleben. Ist der Text einmal geschrieben, geht die Arbeit erst richtig los.

11. Was fällt Ihnen am Entstehungsprozess eines Buches sehr leicht, was schwer? Vielleicht gibt es auch etwas, was Sie total super oder total fürchterlich finden?

Mir Geschichten auszumalen und auf Papier zu bringen ist toll. Es gibt Höhen und Tiefen, aber meistens fällt mir das Schreiben leicht, wenn der Anfang einmal geschafft ist. 

Es gibt aber auch Dinge, die mir deutlich schwerer fallen. Zum Beispiel einen Klappentext zu schreiben oder ein Exposé zu verfassen.

12. Wie leicht oder schwer ist es für Sie, Ihre Buchidee jeweils bei einem Verlag unterzubringen?

Da "Greifbar" mein Debütroman ist, habe ich nicht all zu viele Erfahrungen in Sachen Verlagssuche sammeln können (die Fortsetzung erscheint natürlich im selben Verlag). Bei dieser Geschichte hat es ca. ein Jahr gedauert, den passenden Verlag zu finden.

13. Wie organisieren Sie einen Schreibprozess? Wie lange brauchen Sie für ein Buch?

Momentan ist das Schreiben nur ein Hobby, weshalb ich immer nur dann schreibe, wenn ich Zeit und Lust dazu habe - meistens ist das in meinen Semesterferien der Fall.

Zwischen dem ersten Satz und der Veröffentlichung von "Greifbar" liegen ca. zweieinhalb Jahre.

14. Bei Ihrer ersten Buchveröffentlichung: Was haben Sie von der Buchveröffentlichung damals erwartet und was davon ist in Erfüllung gegangen?

Erwartet habe ich nicht viel. Ich habe eher gehofft, dass es Menschen geben wird, die mein Buch gerne lesen werden - und die gibt es tatsächlich, dafür bin ich sehr dankbar.

15. Haben Sie je Schreibworkshops besucht? Helfen diese tatsächlich weiter?

Nein, das habe ich bisher nie. Ich kann mir aber vorstellen, dass es Workshops gibt, die hilfreich sind.

16. Schreiben Sie lieber für Kinder und Jugendliche oder für Erwachsene?

Am liebsten schreibe ich Jugendbücher - diese dürfen aber auch gerne von Erwachsenen gelesen werden, schließlich lese ich auch total gerne Jugendbücher :)

Vielen Dank für Ihre Antworten!

 

 

Ein tolles Cover, oder? Das allein macht schon richtig Lust darauf, das Buch auch zu lesen! Die Rezension zu dem Roman findet ihr auch bald hier auf dem Blog, aber wenn ihr vorher noch mehr Infos einholen wollt, dann findet ihr die mit einem Klick aufs Bild ;)