Matthias Jösch

Sein Thriller "Mammon" ist "ein atemloser Thriller über Schuld, Rache und die ewige Frage: Heiligt der Zweck wirklich jedes Mittel?". Ich habe ihn noch nicht gelesen, bin aer schon ganz gespannt drauf und freue mich umso mehr, Matthias Jösch hier einige Fragen stellen zu können! Unter anderem geht es um den zwiten Band "sehr spannend, sehr böse, sehr aktuell."

1. Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?

Ich interessiere mich sehr für Mathematik, Musik und wirtschaftswissenschaftliche Fragen. Klassische Musik hat einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben. Wenn ich mir eine Gabe wünschen dürfte, dann wäre es die musikalische Ausdrucksfähigkeit eines Arthur Rubinstein gepaart mit der technischen Brillianz des Vladimir Horowitz. 

2. Wie kamen Sie zum Schreiben?

Gute Geschichten haben mich immer gefesselt. Irgendwann ist einfach die Idee entstanden, selbst einen Thriller zu schreiben. Weil ich ein Faible für Verschwörungsgeschichten habe, schreibe ich in diesem Genre.

3. Wie finden Sie Ihre Themen und Namen der Charaktere?

Zum Teil sind sie reine Fiktion. Andererseits kann ich nicht dafür garantieren, dass die eine oder andere Eigenheit aus meinem Bekanntenkreis Einfluss beim Ausformen meiner Charaktere nimmt...

4. Was lesen Sie selber gerne?

Klassiker, besonders: Thomas Mann, Franz Kafka, Harry Mulisch, Gabriel Garcia Marquez, Edgar Allen Poe - und natürlich Dan Brown ...

5. Wer sind Ihre Lieblingsautoren?

s.o.

6. Wer ist Ihr liebster Romanheld?

Adrian Leverkühn (Doktor Faustus), die Buendías (Hundert Jahre Einsamkeit), Onno Quist (Die Entdeckung des Himmels) - und natürlich Robert Langdon

7. Hatten Sie ein besonderes Erlebnis als Autor/Autorin? Welches war das?

Ja. In einem Museum entdeckte ich etwas Ungeheuerliches – das nun eine wesentliche Rolle in meinem demnächst erscheinenden zweiten Thriller spielt.

8. Können Sie uns einen Lesetipp geben?

Vielleicht etwas Nachdenkliches für zwischendurch: „Der Großinquisitor“ von Fjodor Dostojewski.

9. Was ist Ihr nächstes Projekt?

Ist soeben fertig geworden und erscheint demnächst beim dotbooks-Verlag in München. Mein zweiter Thriller mit den Protagonisten aus MAMMON. Sehr spannend. Sehr böse. Sehr aktuell.

10. Haben Sie sich schon einmal gewünscht, im Nachhinein etwas an Ihren Bücher ändern zu können?

Kleinigkeiten. 

11. Mit welchem Ihrer Charaktere würde Sie gerne einmal einen Tag verbringen? Was würden sie zusammen unternehmen?

Mit Professor Drosseling. Er ist ein pragmatischer Akademiker mit liebenswertem Humor.

12. Schreiben Sie auch sonst gerne Artikel für Magazine? Worin liegen Ihrer Meinung nach die Unterschiede, wenn es um kleine Artikel geht und wenn man ein Buchs schreibt?

Ja. Ich schreibe nebenbei für ein Musik- und Hifimagazin. Die beiden Dinge haben nichts miteinander gemein, außer, dass die mechanische Arbeit jeweils an einer Tastatur geleistet wird.

13. Was fällt Ihnen am Entstehungsprozess eines Buches sehr leicht, was schwer? Vielleicht gibt es auch etwas, was Sie total super oder total fürchterlich finden?

Es klingt hoffentlich nicht wie eine Klage, aber wirklich leicht ist dabei nichts. Klar geht mir das eine oder andere Kapitel leichter von der Hand. Allerdings gibt es tatsächlich etwas, dass fürchterlich ist: die Korrektur- und Überarbeitungsphasen.

14. Wie leicht oder schwer ist es für Sie, Ihre Buchidee jeweils bei einem Verlag unterzubringen?

Da ich gerade erst das zweite Buch veröffentliche, kann ich nicht so viel dazu sagen. Außer: es ist SEHR schwierig.

15. Wie organisieren Sie einen Schreibprozess? Wie lange brauchen Sie für ein Buch?

Das Schreiben ist nicht mein Hauptberuf. Der größte Teil des Schreibprozesses findet daher an den Wochenenden statt. Es dauert ca. eineinhalb Jahre von der Idee bis zum fertigen Manuskript.

16. Bei Ihrer ersten Buchveröffentlichung: Was haben Sie von der Buchveröffentlichung damals erwartet und was davon ist in Erfüllung gegangen?

Ich hatte gehofft, dass es den Lesern gefällt. Tatsächlich hatte ich aber nicht erwartet, dass MAMMON beinahe ausschließlich hervorragende Bewertungen bekommen hat.

17. Haben Sie je Schreibworkshops besucht? Helfen diese tatsächlich weiter?

Nein, die habe ich nicht besucht.

18. Schreiben Sie lieber für Kinder und Jugendliche oder für Erwachsene?

Für Erwachsene.


 

Dieser Link führt euch direkt zu MAMMON. Ich habe es bisher auch noch nicht gelesen, aber das werde ich in jedem Fall tun! Das Cover alleine sieht schon toll aus!