Mara Lang

 

 

Die Wiener Autorin hat schon wunderbare Bücher verfasst, wie zum Beispiel "Das Herz von Jandur" oder "Masken - Unter magischer Herrschaft". Ganz viele Informationen über Mara Lang findet ihr auch über ihrer Website, aber erst nachdem ihr das Interview gelesen habt! ;) Auf dem Blog werdet ihr auch schon bald eine Rezension zu "Masken" finden!

1. Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?

Ich bin verheiratet und lebe und arbeite in Wien. Meine Freizeit ist durch das Schreiben neben meinem Brotberuf sehr knapp bemessen. Ich betreibe so oft wie möglich Sport – Laufen und Klettern –, gehe gern ins Kino oder sehe mir Fernsehserien an, lese oder höre Musik. Außerdem liebe ich gutes Essen, entweder koche ich selbst oder ich gehe aus.

Glück bedeutet für mich, das tun zu können, worauf ich Lust habe, ganz ohne Termindruck.

Ich ärgere mich meistens über Ignoranz und Vorurteile und oft genug über mich selbst. ;-)

Und ich hätte gern die Gabe, Körper und Seele heilen zu können.

2. Wie kamen Sie zum Schreiben?

Ich habe schon als Kind viel gelesen und war immer sehr enttäuscht, wenn eine Geschichte zu Ende war. Irgendwann war es mir nicht mehr genug, die Bücher, die ich besonders mochte, mehrmals zu lesen – also habe ich die Geschichten einfach im Kopf weitergesponnen. Meine ersten Romanversuche habe ich mit siebzehn gemacht, dann kam eine lange Schreibpause, bedingt durch ein eigenes Pferd und meine Liebe zur Reiterei und damit einhergehenden akuten Zeitmangel. Vor einigen Jahren erst hat mich das Schreibfieber wieder gepackt und ich habe meinen ersten richtigen Roman geschrieben.

3. Wie finden Sie Ihre Themen und Namen der Charaktere?

Die Themen entstehen ganz von selbst. Meistens gibt es einen winzigen Anstoß – ein Erlebnis, eine Szene in einem Film, eine Begegnung mit einem interessanten Menschen – und daraus entspinnt sich mehr. Manche Ideen trage ich lange mit mir herum, bis sich ein weiterer Schnipsel findet und daraus der Teil eines Plots entsteht. Wenn mich eine Idee auch über Monate hinweg nicht in Ruhe lässt, weiß ich, dass sie vielleicht für einen Roman taugt.

Über die Namen meiner Charaktere mache ich mir viele Gedanken. Sie müssen einfach stimmig sein. Manchmal suche ich im Internet nach einem Namen, der mich anspricht, andere Namen entstehen von selbst, wenn ich die Figur entwerfe. Die Figur wird quasi mit ihrem Namen geboren. ;-)

4. Was lesen Sie selber gerne?

Ich lese gern Spannungsromane, bevorzugt im Fantasy- oder Thrillergenre. Dabei darf ruhig auch ein bisschen Romantik drin sein. Auch Historische Romane können mich fesseln – sofern sie spannend sind.

5. Wer sind Ihre Lieblingsautoren?

Schwierige Frage. So richtige Lieblingsautoren habe ich eigentlich nicht. Ich liebe die „Gezeitensternsaga“ von Jennifer Fallon, die „Stadt der Finsternis“-Reihe von Ilona Andrews, ich mag Brandon Sanderson, Andreas Eschbach, Kai Meyer und und und.

6. Wer ist Ihr liebster Romanheld?

Öhm. Keine Ahnung. Vermutlich immer der, dessen Geschichte ich gerade lese. ;-)

7. Hatten Sie ein besonderes Erlebnis als Autorin? Welches war das?

Nein, da fällt mir leider nichts ein.

8. Können Sie uns einen Lesetipp geben?

„Das Lavendelzimmer“ von Nina George war der letzte Roman, der mich schwer beeindruckt hat. Eine ruhige, sehr poetische Geschichte, angefüllt mit Lebens- und Liebesweisheit.

9. Was ist Ihr nächstes Projekt?

Mein momentanes Projekt trägt den Arbeitstitel „Dämonentanz“ und wird im Frühjahr 2015 bei Carlsen Impress erscheinen.

10. Haben Sie sich schon einmal gewünscht, im Nachhinein etwas an Ihren Bücher ändern zu können?

Hm. Manchmal, wenn eine negative Rückmeldung kommt, überlege ich mir schon, ob sie gerechtfertigt ist. Aber grundsätzlich bin ich mit meinen Geschichten zufrieden. Sie sind, wie sie sind, und im Schreibprozess so und nicht anders entstanden.

11. Mit welchem Ihrer Charaktere würde Sie gerne einmal einen Tag verbringen? Was würden sie zusammen unternehmen?

Mit Rhys aus „Masken“. Ich würde mir Bogenschießen und Messerkampf von ihm beibringen lassen

12. Schreiben Sie auch sonst gerne Artikel für Magazine? Worin liegen Ihrer Meinung nach die Unterschiede, wenn es um kleine Artikel geht und wenn man ein Buch schreibt?

Ich schreibe nicht für Magazine, weil mir dafür einfach die Zeit fehlt.

13. Was fällt Ihnen am Entstehungsprozess eines Buches sehr leicht, was schwer? Vielleicht gibt es auch etwas, was Sie total super oder total fürchterlich finden?

Meistens habe ich mich zu Beginn der Arbeit für das Grundthema und das Genre entschieden und ich habe bereits Szenen und Figuren im Kopf. Aber das Plotten, also die eigentliche Geschichte zu konzipieren, fällt mir dann oft sehr schwer. Ich bin heilfroh, wenn das erledigt ist, und ich endlich mit dem Schreiben loslegen kann. Spannende oder romantische Szenen schreibe ich am liebsten, was ich hasse, sind Szenen, die nötig sind, um die Geschichte zusammenzuhalten oder zu unterfüttern, weil sie mir so banal vorkommen.

14. Wie leicht oder schwer ist es für Sie, Ihre Buchidee jeweils bei einem Verlag unterzubringen?

Das ist unterschiedlich und hängt stark vom Genre ab, aber generell würde ich sagen, dass es nach wie vor sehr schwierig ist. „Masken“ war innerhalb eines halben Jahres untergebracht, einen anderen Roman versuche ich seit zwei Jahren zu verkaufen. Ich habe ja ein Faible für Science Fiction, die Leser und damit logischerweise auch die Verlage aber leider nicht. Heutzutage kann man als Autor zum Glück auch verlagsunabhängig agieren, das bietet zusätzliche Chancen.

15. Wie organisieren Sie einen Schreibprozess? Wie lange brauchen Sie für ein Buch?

Ich organisiere grundsätzlich nicht, dazu bin ich viel zu chaotisch. ;-) Da ich nebenberuflich schreibe, findet mein Schreiballtag abends bzw. nachts, an Wochenenden oder im Urlaub statt. Ich bin eine langsame Schreiberin und kann mich auch immer nur in eine Geschichte vertiefen. Es gibt Tage, da schaffe ich eine Seite, an anderen Tagen zehn Seiten am Stück. Aber das nehme ich, wie es eben kommt. Jegliche Art von Druck – in Form von zu erreichenden Tageszielen, oh Gott! – stresst mich. Den Abgabetermin einzuhalten ist das Einzige, worauf ich hinarbeite.

Für Jugendbücher um die 350 Seiten benötige ich ein halbes Jahr, für Romane im Erwachsenenbereich oder Fantasyschmöker ungefähr ein Jahr.

16. Bei Ihrer ersten Buchveröffentlichung: Was haben Sie von der Buchveröffentlichung damals erwartet und was davon ist in Erfüllung gegangen?

Ich hatte mir gar nichts erwartet. Ich war einfach nur glücklich, dass meine Geschichte an die Öffentlichkeit darf. Gehofft hatte ich, dass die Leser das Buch mögen, dass ich ein bisschen von dem Zauber, den ich beim Schreiben empfunden hatte, an sie weitergeben kann. Offenbar ist es mir gelungen – ich habe so viele positive Rückmeldungen erhalten, auch von Nicht-Fantasy-Lesern, das hätte ich niemals erwartet.

17. Haben Sie je Schreibworkshops besucht? Helfen diese tatsächlich weiter?

Ich habe einen Online-Kurs bei Rainer Wekwerth gemacht – kann ich sehr empfehlen. Jede Art von Zusammenarbeit mit einem Profi hilft weiter.

18. Schreiben Sie lieber für Kinder und Jugendliche oder für Erwachsene?

Beides hat seinen Reiz, ich bevorzuge weder das eine noch das andere.

Vielen Dank für Ihre Antworten!

Quelle: Website der Autorin
Quelle: Website der Autorin

 

 

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