Horst Eckert

 

 

Der erste Autor auf dieser Seite hat mir jetzt auch meine Fragen beantwortet. Und diesmal sind es sogar ganz andere, als bei den vorhergegangenen Interviews! Herzliche Willkommen bei Theresas Bücherschrank, Herr Horst Eckert!

1. Wie kamen Sie zum Schreiben?

Ich war immer eine Leseratte und Krimifan. Von Beruf Journalist. Als ich einmal drei mittelmäßige Krimis in Folge las, die ich sprachlich misslungen fand, ertappte ich mich dabei, dass ich überlegte, wie ich das besser formulieren würde. Daraus entwickelte sich die Idee, selbst einen Roman zu schreiben. Dabei habe ich Blut geleckt und inzwischen das Schreiben zu meinem Beruf gemacht.

2. Wie finden Sie Ihre Themen und Namen der Charaktere?

Indem ich meine Fantasie benutze.

3. Was lesen Sie selber gerne?

Romane, vor allem Kriminalromane.

4. Wer sind Ihre Lieblingsautoren?

James Ellroy, Don Winslow, Dominique Manotti, aber auch Philip Roth und Gabriel Garcia Marquez.

5. Wer ist Ihr liebster Romanheld?

Vincent Veih aus meinem Roman "Schwarzlicht"

6. Hatten Sie ein besonderes Erlebnis als Autor/Autorin? Welches war das?

Als ich 2001 auf der Bühne der "Criminale" stand und unter dem Applaus von fast zweihundert Kollegen den Friedrich-Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Krimi des Jahres überreicht bekam. Es gab und gibt immer wieder tolle Erlebnisse, aber damals fühlte ich mich wie ein Oscar-Gewinner.

7. Können Sie uns einen Lesetipp geben?

Oliver Bottini, Ein paar Tage Licht.

8. Was ist Ihr nächstes Projekt?

Der Thriller "Schattenboxer", Vincent Veihs zweiter Fall. Das Buch erscheint im März 2015 bei Wunderlich. 

9. Haben Sie sich schon einmal gewünscht, im Nachhinein etwas an Ihren Bücher ändern zu können?

Nein. Wenn ich Schwachstellen entdecke, schreibe ich schon am nächsten Buch. Ich versuche dann, solche Fehler künftig zu vermeiden.

10. Mit welchem Ihrer Charaktere würde Sie gerne einmal einen Tag verbringen? Was würden sie zusammen unternehmen?

Ich verbringe mit meinen Charakteren die ganze Zeit. Zumindest so lange ich von ihnen erzähle.

11. Schreiben Sie auch sonst gerne Artikel für Magazine? Worin liegen Ihrer Meinung nach die Unterschiede, wenn es um kleine Artikel geht und wenn man ein Buch schreibt?

Ich habe als Fernsehreporter gearbeitet. Dabei bildet man die Wirklichkeit ab, Fantasie ist nicht gefragt. Im Roman kann ich eine ganze Welt entwerfen und Menschen erschaffen. Das ist unvergleichlich.

12. Was fällt Ihnen am Entstehungsprozess eines Buches sehr leicht, was schwer? Vielleicht gibt es auch etwas, was Sie total super oder total fürchterlich finden?

Die harte Phase liegt am Anfang, wenn ich mir das Hirn über die nächste Romanhandlung zermartere, aber noch kaum etwas zu Papier bringe. Umso größeren Spaß macht es, wenn ich spüre, dass die Geschichte Hand und Fuß hat und die Ideen fließen. Dann habe ich den besten Beruf der Welt.

13. Wie leicht oder schwer ist es für Sie, Ihre Buchidee jeweils bei einem Verlag unterzubringen?

Mein Verlag freut sich jeweils auf das neue Manuskript. Ich hoffe, das bleibt so.

14. Wie organisieren Sie einen Schreibprozess? Wie lange brauchen Sie für ein Buch?

Ich versuche, nicht länger als achtzehn Monate pro Buch zu benötigen.

15. Bei Ihrer ersten Buchveröffentlichung: Was haben Sie von der Buchveröffentlichung damals erwartet und was davon ist in Erfüllung gegangen?

Ich habe gehofft, dass mein Buch viele Leser findet, die es mögen. Dass es eine solche Erfolgsgeschichte mit bislang zwölf Romanen werden würde, damit konnte ich nicht rechnen.

16. Haben Sie je Schreibworkshops besucht? Helfen diese tatsächlich weiter?

Sie helfen weiter, behaupte ich als jemand, der selbst ab und zu Workshops gibt. Besucht habe ich einmal einen Drehbuch-Lehrgang. Das war gut, aber am meisten hilft es, viel zu lesen. 

17. Schreiben Sie lieber für Kinder und Jugendliche oder für Erwachse

Meine Bücher sind für Menschen, die sich mit menschlichen Abgründen und gesellschaftlichen Schattenseiten auf spannende Weise auseinandersetzen wollen, also eher nichts für Kinder.


Vielen Dank für Ihre Antworten!

 

Im Interview hat Horst Eckert von seinem Lieblings-Romanhelden gesprochen und dabei auf einen Charakter aus diesem Kriminalroman hingewiesen! Zu der Website des Autoren gelangt ihr direkt über den Link vom Cover!