Heike Eva Schmidt

 

Das Markenzeichen von Heike Eva Schmidt! 

 

 

Im Interview spricht die Autorin darüber, dass sie schon als Kind wusste, dass sie einmal Autorin werden möchte, was ihr Tee bedeutet und über ihren Top-Secret Roman!

1. Seit wann schreiben Sie?

Eigentlich seit ich die Buchstaben gelernt habe. Aufsätze waren immer mein Lieblingsthema in der Schule, allerdings habe ich manchmal meiner Fantasie so hemmungslos die Zügel schießen lassen, dass meine arme Mutter sogar mal zur Elternsprechstunde gebeten wurde, um zu klären, was von alledem im Aufsatz der Wahrheit entsprach und was der „lebhaft ausgeprägten Vorstellungskraft der Schülerin“ (O-Ton Zeugnis) zuzuschreiben war ...   

2. Können Sie mir zehn Worte geben, die die Handlung von "Die gestohlene Zeit “ beschreiben?

Ein grausamer Fluch, eine große Liebe, Magie, Zeitreise, Spannung, Freundschaft

3. Können Sie im Urlaub genauso gut schreiben wie Zuhause?

Ich kann eigentlich überall schreiben, manchmal fließt es im Urlaub sogar besonders gut, weil die Entspannung da ist und plötzlich die Kreativität angekurbelt ist. Vor ein paar Tagen ist mir sogar mitten auf dem Surfbrett eine Idee gekommen – allerdings hat es mich dann auch gleich ins Wasser geschmissen, weil ich mich nicht genug auf den Wind und mein Segel konzentriert hatte – surfen und „im Geiste schreiben“ geht eben doch nicht gleichzeitig  ☺

4. Haben Sie beim Schreiben bestimmte Rituale, wie zum Beispiel Tee trinken oder eine bestimmte Hintergrundmusik hören?

Eine Kanne Tee gehört definitiv für mich zum Schreiben dazu. Das ist tatsächlich mein kleines Ritual, das mir Ruhe und Konzentration bringt. Musik kann ich beim Schreiben gar nicht hören, da brauche ich absolute Ruhe. Sogar der Hund meiner Vermieterin wird mit Kaustreifen „bestochen“, damit er nicht im Garten bellt ...

5. Was macht für Sie der Beruf eines Autors aus?

Man ist sein eigener Herr – mit allen Licht- und Schattenseiten. Man kann seiner Fantasie und seinen Ideen freien Lauf lassen, erschafft eigene Welten – und wenn den Lesern das dann auch noch gefällt, hat man nicht nur seinen „Beruf“, sondern auch seine „Berufung“ gefunden. 

6. Was macht diesen Beruf aus Ihrer Sicht zum Allerbesten Beruf?

Ich kann das tun, was ich am liebsten mache: Geschichten erfinden und sie aufschreiben. Ich bewege mich also geistig in ganz vielen „Welten“ und lerne durch meine Recherchen viele neue Dinge, die mich sehr interessieren. Für mich ist es so, als würde ich den ganzen Tag mein liebstes Hobby ausüben – und ich kann mir meine Zeit selbst einteilen und überall schreiben, wo ich gerade bin, ob in Deutschland oder auf einer kleinen Insel. Der Nachteil: Ich denke eigentlich ständig über Geschichten nach und so etwas wie „abschalten“ gibt es bei mir selten ...

7. Wollten Sie schon immer Schriftstellerin werden?

Ja, das habe ich meinen Eltern bereits mit sechs Jahren feierlich verkündet.  Auch wenn es einige „Umwege“ über ein Psychologiestudium und den Journalismus gebraucht hat, bis ich mich getraut habe, meine Manuskripte den Verlagen anzubieten.

8. Welches Genre lesen Sie am Liebsten?

Wenn mich der Klappentext anspricht, kann es genauso ein Krimi wie ein belletristisches Buch sein.

9. Finden Sie viel Inspiration zu Ihren Büchern in Familienmitgliedern?

Nein, alle Figuren sind fiktiv.

10. Verraten Sie uns Ihr Lieblingsbuch?

Else Lasker-Schüler: Sämtliche Gedichte

11. Gibt es ein Buch, bei dem Sie besonders lange gebraucht haben, es zu verfassen?

Der historische Roman, an dem ich zur Zeit noch schreibe (erscheint im Frühjahr 2015) ist ein zeitaufwändiges Projekt. Das liegt jedoch daran, dass dieses Buch etwa 600 Seiten haben wird ...!

12. Lesen Sie ab und zu die von Ihnen verfassten Bücher nach deren Veröffentlichung?

Bei Lesungen trage ich ja aus meinen verfassten Büchern vor. Wenn ich die Passagen auswähle, die ich lesen werde, bleibt es natürlich nicht aus, dass ich mich nochmal mit dem jeweiligen Roman „beschäftige“.

13. „Lesen Sie gerne vor Publikum aus Ihren Büchern vor?

Ich liebe es!! Der Kontakt mit dem Publikum und ihre Fragen machen mir unheimlich viel Freude und inzwischen habe ich auch mein Lampenfieber im Griff ...

Einige Fragen zu „Die gestohlene Zeit“

14. War schon am Anfang nur ein Einzelband geplant?

Ja, es war mir von Anfang an klar, dass diese Geschichte abgeschlossen ist und keine Trilogie o.ä. werden soll.

15. Haben Sie Inspiration zu dem Buch in Ihnen bekannten Personen gefunden?

Nein, leider kenne ich keine Zwerge persönlich (wenn man König Laurin in meinem Buch betrachtet, ist das auch kein Nachteil  ;)

 

Im Ernst, nein – Handlung und Figuren sind komplett frei erfunden.

 

16. Wie lange haben Sie ungefähr gebraucht, um die Bücher zu verfassen?

Zwischen einem halben Jahr und einem Jahr, da ich „zwischendurch“ noch als Drehbuchautorin arbeite und daher immer mal wieder ein paar Wochen am Stück fürs Fernsehen schreibe.

17. Woher kommen die Namen der Protagonisten?

Manchmal weiß ich von vornherein, wie meine Hauptfiguren heißen sollen, so war es auch bei der „gestohlenen Zeit“. Manchmal muss ich ein wenig herumprobieren, dann nehme ich erst mal einen Namen als eine Art „Platzhalter“ und gucke, ob er nach 20 oder 30 Seiten immer noch zur Figur passt. Ab und zu kristallisiert sich dann heraus, dass ein Charakter doch anders heißen muss, das findet sich dann aber recht schnell. Meine Figuren tragen also nie einen „willkürlichen“ Namen, sondern er muss sich für mich absolut richtig und passend zum Charakter anfühlen.

Und noch eine letzte Frage:

18. Schreiben Sie gerade an einem Buch? Wollen Sie uns verraten, worum es gehen soll?

Ich schreibe gerade an einem historischen Roman (wie oben schon erwähnt). Dazu kann ich (noch) nichts verraten, das Thema und der Titel sind momentan noch „top secret“ – aber sobald es etwas Neues gibt, steht es auf meiner Facebook-Site!

 

Vielen Dank für die tollen Fragen und viel Spaß beim Lesen!! 

 

Vielen Dank für Ihre Antworten!

 

 

 

 

Eines von Eva Schmidts Büchern. Auf ihrer Homepage findet ihr noch viele weitere....