Caroline Brinkmann

 

Das Cover von "Kobrin - Die schwarzen Türme" ist eines der schönsten, das ich je gesehen habe! Hier beantwortet Caroline Brinkmann alle meine Fragen!

1. Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?

Ich studiere Medizin und liebäugle im Moment damit, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie tätig zu werden. Ein wirklich schönes und sehr abwechslungsreiches Berufsfeld! In meiner Freizeit schreibe ich an meinen Büchern und kümmere mich um das "Tintenfeder-Autorenportal", wo wir Informationen für Autoren sammeln.

 

Ich träume davon, irgendwann einmal eine Tierauffangstation für heimatlose Tiere aufzubauen. Dann würde ich zwischen meinen Tierchen sitzen und weiter Bücher schreiben: Das wäre Glück pur. 

 

Wenn ich mir eine Gabe aussuchen könnte, wäre das die Gestaltwandlung (in jedes Tier). Dann könnte ich fliegen, schwimmen... wonach mir gerade der Sinn steht. Alle Sprachen sprechen zu können, hätte allerdings auch seinen Reiz. 

2. Wie kamen Sie zum Schreiben?

Die Ideen und Geschichten waren schon immer da und irgendwann wollten sie einfach erzählt werden. Also habe ich begonnen sie aufzuschreiben. Erst während des Studiums habe ich mich gewagt, den Schritt in Richtung Veröffentlichung zu gehen.

3. Wie finden Sie Ihre Themen und Namen der Charaktere?

Wenn ich neue Namen brauche, suche ich in der Mythologie und in Sagen nach Ideen, gelegentlich auch in einem Lateinlexikon (so ist zum Beispiel aus "Ignis" Ignallia entstanden). Meistens formen sie sich aber auch einfach in meinem Kopf. 

 

Die Charaktere entstehen ganz von selbst. Ich glaube, sie waren schon immer da, irgendwo in meinem Kopf. Wenn ich sie suche, tauchen sie auf, zuerst nur als Name, dann wachsen sie und nehmen Gestalt an. 

4. Was lesen Sie selber gerne?

Jugendbücher, Fantasy, Thriller, gelegentlich auch mal einen Manga ... Je nachdem, wonach mir gerade ist.

Die typischen Sie-trifft-ihn-und-er-trifft-sie-und-beide-sind-hin-und-weg- Liebesgeschichten sind allerdings nicht so meins. 

5. Wer sind Ihre Lieblingsautoren?

Da gibt es so einige... Spontan fallen mir Kai Meyer, Trudi Canavan, Terry Pratchett, J.K. Rowling und Philip Pullman ein... allerdings auch Oliver Dierssen, da er als Kinder- und Jugendpsychiater und Autor ja quasi mein Vorbild ist.

6. Wer ist Ihr liebster Romanheld?

Ich liebe Charaktere, die man nicht gleich durchschauen kann wie Snape, Draco Malfoy oder Bartimäus. Und ich mag Figuren, die Ecken und Kanten haben wie Katniss Everdeen, Tyrion Lannister,  Arya Stark (Game of Thrones ist voller toller Charaktere)...

 

Aber mein absoluter Liebling ist und bleibt IOREK BYRNISON (Danke Philip Pullman für diesen unvergesslichen Freund) ☺ 

7. Hatten Sie ein besonderes Erlebnis als Autor/Autorin? Welches war das?

Ich finde es immer wieder "besonders" Leser oder andere Autoren auf Lesungen, Messen oder anderen Veranstaltungen zu treffen und sich auszutauschen. Dabei lernt man so viele interessante und tolle Leute kennen.

"Besonders" ist es natürlich auch, wenn man von begeisterten Lesern angeschrieben oder angesprochen wird. Das lässt das Autorenherz jedes Mal höher schlagen.

8. Können Sie und einen Lesetipp geben?

Ich persönlich liebe ja Philip Pullmans "His Dark Material"- Reihe. Neben meinem Liebling, dem Panzerbären Iorek Byrnison gibt es da so viele tolle Ideen und Charaktere.

9. Was ist Ihr nächstes Projekt?

Der zweite Teil der "Herren des Waldes" Reihe, um die Elfe Kobrin, die ihr Reich immer noch vor den Schatten retten muss.

 

Ein Urban Fantasyprojekt, provisorisch "Projekt P" genannt.

10. Haben Sie sich schon einmal gewünscht, im Nachhinein etwas an Ihren Bücher ändern zu können?

Wenn ich meine Bücher noch einmal lese, stolpere ich gelegentlich über Formulierungen, die ich gerne ändern würde. Aber vom Inhalt eigentlich nichts. 

11. Mit welchem Ihrer Charaktere würde Sie gerne einmal einen Tag verbringen? Was würden sie zusammen unternehmen?

Ich denke mit den frechen Zwillingen Lani und Luni. Uns würde garantiert jede Menge Schabernack und Unsinn einfallen. 

12. Was fällt Ihnen am Entstehungsprozess eines Buches sehr leicht, was schwer? Vielleicht gibt es auch etwas, was Sie total super oder total fürchterlich finden?

Der Anfang ist am Schwersten. Wenn man sich durch die ersten zehn Seiten gekämpft hat und immer noch von seiner Geschichte überzeugt ist, dann ist der schwerste Teil geschafft. 

Am meisten Spaß macht es mir, die Figuren zu entwickeln und ihren Charakter mit ihren Stärken und ihren Macken zu entwickeln.

15. Wie organisieren Sie einen Schreibprozess? Wie lange brauchen Sie für ein Buch?

Man braucht auf jeden Fall Disziplin, um ein Buch fertig zu stellen. Am Besten konzentriert man sich auf ein Projekt und teilt seine Zeit gut ein. Ich schreibe in der Regel Abends oder am Wochenende. 

Wie lange man an einem Projekt sitzt, ist unterschiedlich, aber ich habe das Gefühl, man wird mit der Zeit schneller. Es ist wohl wie alles eine Sache der Übung. 

16. Bei Ihrer ersten Buchveröffentlichung: Was haben Sie von der Buchveröffentlichung damals erwartet und was davon ist in Erfüllung gegangen?

Natürlich habe ich mir gewünscht Leser mit meinen Geschichten zu unterhalten und begeistern. 

Mit "Pans Geheimnis" (einem Roman, der in der Kinder und Jugendpsychiatrie spielt) wollte ich zugleich aufklären. Das Mädchen Emma verliert in einem Unfall ihre Mutter und hört auf zu sprechen. Ihr überforderter Vater bringt sie in die Jugendpsychiatrie, wo sie lernen soll mit ihrer Trauer umzugehen. Emma hingegen flüchtet sich in das Fantasiereich Elysion, um der realen Welt zu entkommen, bis ihre Ängste sie auch dorthin verfolgen. 

Mit dem Buch will ich den Lesern die Einrichtung Psychiatrie näher bringen und ihnen zeigen, wie psychische Erkrankungen entstehen und was man sich darunter vorstellen kann. Betroffene leiden darunter, dass ihr Umfeld so wenig über ihre Erkrankungen weiß und sie nur allzu schnell als "verrückt" abgestempelt werden ohne dass Bekannte sich die Mühe manchen sie zu verstehen. Oft kann ein Trauma, Stress, Überforderung oder Mobbing dahinter stecken, dass Jugendliche Hilfe brauchen. Das ist eine wichtige Thematik und daher gehe ich gerne an Schulen, um mit Schülern über diese Themen zu reden und aufzuklären.

18. Schreiben Sie lieber für Kinder und Jugendliche oder für Erwachse?

Für Jugendliche, wobei meine bisherigen Bücher "all age" sind und auch Erwachsene daran ihren Spaß haben. 

 

Das Bild habe ich euch gleich mal mit allen Hintergründen zu dem Buch "Kobrin" verlinkt. Aber auf der Autorenhomepage findet ihr außerdem noch viele andere interessante DInge!