Brigitte Teufl-Heimhilcher

 

 

Ein neues Interview! Mit der Autorin Brigitte Teufl-Heimhilcher. Hier beantwortet sie alle meine Fragen und spätestens nachdem ich die Antwort zur zweiten Frage gelesen habe, wusste ich, dass ich niemals Autorin werden kann. Außerdem gibt es hier viele Lesetipps und spannende Antworten! Auf Rezensionen zu Bücher der Autorin dürft ihr euch auch bald freuen!

 

1. Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?

Sehr gerne! Als geborener „Zwilling“ kommuniziere ich gern und viel – das ist schon einmal ein nicht unwesentlicher Teil meiner Persönlichkeit.

Ansonsten lebe ich seit 33 Jahren mit meinem Mann Manfred - und in meinem schönsten Träumen geht das ewig so weiter.

Am meisten ärgern mich Dummheit und Engstirnigkeit – dieses nicht über den eigenen Tellerrand hinaussehen.

Im Wesentlichen bin ich mit den mir verliehenen Gaben durchaus zufrieden – nur etwas mehr Geschick und Bewegungsgefühl wären von Vorteil.

2. Wie kamen Sie zum Schreiben?

Wie die meisten Schreiberlinge habe ich schon immer gerne geschrieben.  Eine zweistündige Deutsch-Schularbeit war wie eine Freistunde für mich.

3. Wie finden Sie Ihre Themen und Namen der Charaktere?

Indem ich einzelne Wesenszüge von Menschen meiner Umgebung mit anderen kombiniere und diese Mischung in die Hülle eines Schauspielers stecke. 

4. Was lesen Sie selber gerne?

Einerseits das, was ich selber schreibe: Romane aus dem hier und jetzt, mit Menschen, die nachvollziehbare Handlungen setzen, anderseits aber auch gerne historische Romane, vorzugsweise aus dem 19. bis 20. Jahrhundert. 

5. Wer sind Ihre Lieblingsautoren?

Ich habe alle Bücher von Utta Danella und Georgette Heyer – manche auch mehrfach – gelesen. Von den zeitgenössischen Autoren lese ich gerne Gabriella Engelmann,   Eva Rossmann,  Hanni Münzer,  aber auch Andreas Eschbach, Martin Suter und viele andere.

6. Wer ist Ihr liebster Romanheld?

Schwer zu sagen. Ich mochte die „Helden“ aus den Georgette Heyer-Romanen sehr gerne. Natürlich sind das sehr romantische Helden, aber sie hatten Witz und Charme und handelten stets nachvollziehbar.

7. Hatten Sie ein besonderes Erlebnis als Autorin? Welches war das?

Das habe ich fast täglich, wenn ich sehe, dass Menschen meine Bücher kaufen.

8. Können Sie uns einen Lesetipp geben?

Sie meinen, abgesehen von meinen Gesellschaftsromanen und den bereits erwähnten? ;-)

Ich lese derzeit „Honigtot“ von Hanni Münzer – so ziemlich das Beste, was ich von Selfpublishern bisher gelesen habe. 

Abseits des Mainstreams wäre da noch Susanne Länger zu erwähnen - sie publiziert (leider) über relativ kleine Verlage, aber ihre Geschichten sind wirklich gut. Wer Chick-Lit mag, ist bei Mira Morton gut aufgehoben. 

9. Was ist Ihr nächstes Projekt?

Eine Fortsetzung von „Humor und Hausverstand“ mit dem Arbeitstitel „Alltagssorgen und  Hochzeitsfreuden“ ist gerade zu meinen Testlesern gegangen. 

Jetzt mache ich mich an eine Fortsetzung von „Die andere Schwester des Papstes“. Während im ersten Teil meiner Geschichte über den österreichischen Papst Leo XV (stimmt, den hat’s bisher noch nicht gegeben), dessen Schwester und einige seiner ehemaligen Freunde versuchen, den Papst zu mehr Reformen zu ermutigen, machen sie sich im zweiten Teil ernsthafte Sorgen um dessen Leben, denn mittlerweile hat er sich nicht nur mit der Kurie, sondern auch mit der Mafia angelegt.

Beide Fortsetzungen sollen aber auch als selbständige Romane zu lesen sein.

10. Haben Sie sich schon einmal gewünscht, im Nachhinein etwas an Ihren Büchern ändern zu können?

Aber ja, zum Glück ist das für uns Selfpublisher auch möglich. Deshalb habe ich es nicht nur gewünscht, ich hab‘s auch getan.

11. Mit welchem Ihrer Charaktere würde Sie gerne einmal einen Tag verbringen? Was würden sie zusammen unternehmen?

Ich würde mit Theo Nestelbach und seiner Frau Irene (Paragrafen und Grafen) eine Runde Golf spielen, in Annettes Boutiquen einkaufen und dabei ein Glas Prosecco mit ihr trinken (Mütter, Töchter und andere Krisen) mich mit Thessa und Michael Hausner über eine Reform des Wohnrechts unterhalten (Humor und Hausverstand erwünscht) und mit Frau Minister Sybille Hold-Meixner über Politik diskutieren (Liebe, Macht und rote Rosen).

12. Schreiben Sie auch sonst gerne Artikel für Magazine? Worin liegen Ihrer Meinung nach die Unterschiede, wenn es um kleine Artikel geht und wenn man ein Buchs schreibt?

Sämtliche Artikel, die ich bisher geschrieben habe, waren fachspezifischer Art, da ich bald vierzig Jahre in der Immobilienbrache tätig bin. Das ist eine völlig andere Art zu schreiben.

13. Was fällt Ihnen am Entstehungsprozess eines Buches sehr leicht, was schwer? Vielleicht gibt es auch etwas, was Sie total super oder total fürchterlich finden?

Ich schreibe gerne, aber es fällt mir schwer zu plotten und noch schwerer mein Personal in echt tiefe Krisen zu stürzen, ich bin halt ein Sanguiniker. 

Die meiste Freude macht mir die Überarbeitung. Während andere das oft als lästig finden, finde ich es toll meine Texte zurecht zu polieren. Ein Gedankenstrich da, ein Wort eingefügt, ein anderes weggelassen, das macht oft viel aus.

14. Wie leicht oder schwer ist es für Sie, Ihre Buchidee jeweils bei einem Verlag unterzubringen?

Als Newcomer ist es verdammt schwer. 

Erst bin ich an einen Druckkostenzuschussverlag gekommen – ich wusste ja gar nicht, dass es total verpönt ist, sich am finanziellen Risiko des Verlegers zu beteiligen. Als gelernte Kauffrau schien mir das nicht unlogisch.  Aber der „Verlag“ musste sich nach dem Erscheinen des Buches leider nicht mehr um die Vermarktung bemühen, er hatte ja bereits an meinem Zuschuss verdient.

Dann habe ich ein Sachbuch bei einem Kleinverlag untergebracht. Auch der Jubel kam zu früh, denn der Verlag hat wohl in ein ordentliches Lektorat und in eine hübsches Cover investiert –  das war’s dann aber auch. Marketing? Fehlanzeige.

Die großen Publikumsverlage haben auch nicht auf mich gewartet - also wurde ich erst einmal Selfpublisher und bin es teilweise immer noch. Allerdings würde über den Erfolg des Buches „Mütter, Töchter und andere Krisen“ Amazon Publishing auf mich aufmerksam, somit gehöre ich neuerdings zu den sog. „Hybrid-Autoren“. 

15. Wie organisieren Sie einen Schreibprozess? Wie lange brauchen Sie für ein Buch?

Für das Schreiben 4- 6 Monate (ich arbeite ja auch noch als Immobilien-Sachverständige, muss mich selber um das Marketing meiner Bücher kümmern etc.) Dann sind die Testleser an der Reihe, dann wird überarbeitet, Korrektorat, Cover, Formatierung etc. Alles in allem dauert es vom Schreibbeginn bis zur Veröffentlichung etwa ein Jahr. 

Ich habe meist nur einen groben Szenenplan, den ich auch laufend ändere, aber eine ziemliche genaue Vorstellung von den handelnden Hauptpersonen.

16. Bei Ihrer ersten Buchveröffentlichung: Was haben Sie von der Buchveröffentlichung damals erwartet und was davon ist in Erfüllung gegangen?

Kurz gesagt: Ich habe alles erhofft und nichts davon ist in Erfüllung gegangen. Dann habe ich begriffen - und begonnen etwas über das Schreiben und das Verlegen zu lernen.

17. Haben Sie je Schreibworkshops besucht? Helfen diese tatsächlich weiter?

Ich habe mehrere Online-Seminare besucht und viele Schreibratgeber gelesen – ja, dabei habe ich tatsächlich viel gelernt.

18. Schreiben Sie lieber für Kinder und Jugendliche oder für Erwachsene?

Ich schreibe ausschließlich für Erwachsene.

Vielen Dank für Ihre Antworten!

 

Welches Buch soll ich nehmen? Tja, das war hier die große Frage. Sie alle hören sich toll und lustig an, und eines sieht besser aus (vom Cover) als das nächste. Dann habe ich aber doch das Buch genommen, das ich am schönsten fand! Übrigens heißt das Buch jetzt "Liebe, Macht und rote Rosen". Nur, dass ihr euch nicht wundert! Und die Rezension hierzu gibt es auch schon bald auf meinem Blog ;) Ach ja, und zu allen anderen Büchern gelangt ihr auch mit einem Klick aufs Buch!