Antonia Günder Freytag in der ...



Speakers Corner, was für eine tolle Idee von Theresa, der ich hier zunächst einmal danken will, dass sie mir die Möglichkeit gibt, mal über was ganz anders zu schreiben, als sonst so gewünscht wird.

Ich habe meine Vorgängerbeiträge gerne gelesen, sehr Nützliches entnommen und freue mich, in dieser illustren Gesellschaft nun ebenfalls zu Wort zu kommen.


Allerdings will ich euch nicht erzählen, wie ich zum Schreiben kam, wie ich meine Bücher auf den Markt bekam, nein, das will ich nicht. Ich habe mir ein anderes Thema für euch überlegt, das ich nicht minder wichtig finde.

Nämlich: Wie werde/bleibe ich ein zufriedener Autor/in?


Zunächst einmal, was ist zufrieden? Diese Frage kann wahrscheinlich nur jeder für sich selbst beantworten und doch ist es wichtig, dass man Zufriedenheit nicht mit Glück verwechselt. Glück ist für mich eine Momentaufnahme – Zufriedenheit ist das, was einen über die Zeit trägt.

Ich habe mir ein paar Punkte überlegt, die, zur Zufriedenheit beitragen können.



1. Lass dich nicht verbiegen! 

Bevor du Autor werden wolltest, warst du ein ganz normaler Mensch. Bleibt so!


2. Ärgere dich nicht zu lange über schlechte Kritiken.

Das macht meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn. 

Überlege dir, ob was Wahres dran ist, das du verbessern kannst, und dann lass es gut sein.


3. Hab immer genug Süßkram im Haus, aber iss ihn nicht. 

Wenn du zu viel davon isst, wirst du dick und unzufrieden mit dir und deiner Figur. Mach Sport und bewege dich ausreichend an der frischen Luft. 


4. Vernachlässige deine Familie nicht. 

Sie sind es, die dich stützen, wenn es dir nicht gut geht. 


5. Bekomm keine Krise, wenn du meinst du hättest eine Schreibblockade. 

Du hast keine. Die Zeit ist einfach nicht reif. Die Geschichte noch nicht ausgereift, oder du hast in einem Kapitel zuvor die Weichen so gestellt, wie es deinen Protagonisten nicht gefällt. Entspann dich. 


6. Bürde dir nicht zu viel aus einmal auf.

Es ist schön, gefragt zu sein oder zu werden. Aber wenn es zu viel wird und du nicht mehr zum Schreiben kommst, weil du ständig auf allen Hochzeiten tanzen musst, wirst du unglücklich werden. Dazu gehört auch die Präsenz auf Facebook, oder anderen Foren. 


7. Halte deinen Haushalt reinlich und deinen Kühlschrank gut gefüllt. 

Richtig, das hat auch was mit den Punkten 3 und 4 zu tun, macht aber allgemein zufriedener, als wenn man im Chaos versinkt und auch noch zu schwach zum Putzen ist. 


8. Lege dir kleine Etappenziele, die du auch erreichen kannst. 

Jeden Tag drei Seiten ist leichter zu schaffen, als bis Ende des Jahres ein fertiges Manuskript in Wälzerdicke. (Vor allem, wenn es Herbst ist.)


9. Nimm Absagen nicht persönlich. 

Die Agenturen/Verlage/Buchhändler kennen dich nicht und beurteilen nach sehr eigenen, manchmal nicht nachvollziehbaren Gründen. Dich meinen sie nie. 


10. Halte öfters inne und betrachte das, was du schon erreicht hast. 

Wie hast du dich gefühlt bevor du verlegt wurdest. Als der Text endlich Leser fand? Als du unterschrieben hast? Als du unter dein erstes Werk das Wort "Ende" geschrieben hast? Kannst du bereits dankbar für etwas sein, oder ist schon alles zur Selbstverständlichkeit geworden? Mach dir klar, dass es dort draußen Legionen gibt, die alles dafür gäben, an deiner Stelle zu sein. Die sich wünschten ein Ende Buch zu schreiben/verlegt zu werden, oder auch einfach nur so hübsche Haare wie du zu haben. 




Selbstverständlich sind die Punkte auch mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Aber ich meine wirklich – sollten wir nicht alle ein wenig zufriedener und dankbarer werden?

Wer trotzdem gerne wüsste, was ich so schreibe, wenn ich nicht auf Facebook rumhänge, Beiträge verfasse, oder meinen Kühlschrank plündere, der wende sich vertrauensvoll an meine Homepage. Dort wird alles geboten, von Fantasy bis Krimi. http://www.antonia-guender-freytag.de/

Und ich bin auch nicht böse, wenn erwähnt wird, dass mein zweiter Krimi gerade an den Start geht … Aber seht selbst…

http://www.bookshouse.de/buecher/Sachsentoeter___Konrad_von_Kamms_2__Fall/



Danke Antonia! Du hast ein ganz neues und spannendes Thema gefunden, das bestimmt viele interessiert! Wollt ihr noch mehr von Antonia Günder Freytag wissen? Dann kommentiert einfach unter diesem Blogpost - entweder antworte ich euch oder Antonia selbst ;) 

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Kommentare: 1
  • #1

    Lena (Donnerstag, 28 Mai 2015 13:44)

    Toller Beitrag! Da bleiben keine Fragen offen!!!