J.R. König in der ...



Meine liebe Freundin,

 

ich bin so froh, dass wir es endlich geschafft haben mit den Briefen zu beginnen und möchte mich für deinen bedanken. Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr ich mich darüber gefreut habe, endlich mehr von dir zu erfahren und vor allem bin ich froh, dass wir die Leidenschaft für Bücher teilen.

Gern beantworte ich dir deine Fragen und lasse dich an meiner Welt ein wenig teilhaben. Mein Pseudonym J.R. König kennst du ja schon. Auch, dass ich 24 Jahre alt bin und in Leipzig wohne.

Du wolltest wissen, wie ich zum Schreiben gekommen bin und nur zu gern beantworte ich dir das. Ich habe wirklich schon immer gelesen. Als Kind habe ich es geliebt, wenn meine Eltern mir vorgelesen haben und als mein Opa mir zu Weihnachten immer Bücher schenkte, verschlang ich sie bis zu Silvester. Diese Liebe hat sich gehalten, auch heute verschlinge ich Bücher nur so und irgendwann habe ich angefangen mir zu wünschen, selbst so etwas erschaffen zu können. Ich möchte die Menschen, die meine Bücher lesen, in eine andere Welt, in eine andere Geschichte entführen und ihnen einen Ausweg aus dem Alltag schenken. Das wäre wirklich für mich das größte Glück, wenn es irgendwann mal so geschehen würde.

Bücher haben mir oft so viel gegeben und damit die Autoren derer. Und das möchte ich auch.

Begonnen habe ich vor anderthalb Jahren, nachdem ich zwei Monate lang auf Wattpad - einer Community für Personen, die gern schreiben, aber es nicht veröffentlichen wollen, zumindest nicht zum Verkauf. Man kann dort seine Geschichten kapitelweise hochladen und bekommt direkte Rückmeldung der Leser über Votes und Kommentare. Es war ein wirklich guter Anfang, ich habe mit einer Fanfiction dort begonnen und war mit einem Mal Feuer und Flamme für das Schreiben. Es hat mich völlig in den Bann gezogen, dabei war ich früher nie so. Freunde von mir haben schon in unserer Schulzeit Geschichten geschrieben, Gedichte und solche Dinge. Aber ich hielt mich immer nicht kreativ genug dafür. Aber wie es scheint, brauchte ich nur den richtigen Anreiz dafür, denn jetzt kann ich ohne das Schreiben nicht mehr. Es ist ein Teil von mir geworden, und wenn ich ein paar Tage nicht schreiben kann, kribbeln mir richtiggehend die Finger. Findest du das verrückt?

Ich schreibe und veröffentliche immer noch Geschichten auf Wattpad und freue mich wie ein kleines Kind über Rückmeldungen. Ich liebe es, mit den Leuten dort über meine Geschichten, meine Protagonisten oder Handlungen zu reden, zu diskutieren oder Anregungen zu erhalten. Für mich ist es die perfekte Möglichkeit, denn neben meiner regulären Arbeit ist es nicht so einfach regelmäßig zu schreiben. Dieses kapitelweise Schreiben macht es mir leichter. Und momentan gefällt es mir so noch ganz gut, obwohl ich merke, dass ich mich lieber nur noch auf eines konzentrieren sollte.

Du hast gar nicht erwähnt, was du so liest? Hast du Lieblingsbücher? Autoren? Genre? Ich kann all diese Fragen nur mit ›JA‹ beantworten und gern würde ich die alle hier nennen, aber dann hast du eine ellenlange Liste vor dir liegen und ich habe Angst dich damit zu vergraulen.

Hast du dich je gefragt, ob die Autoren sich selbst in ihre Geschichten einbringen? Ich schon, denn es ist wirklich schwer, sich vollkommen neue Protagonisten zu überlegen. Obwohl ich sagen muss, dass es mit der Zeit einfacher wird. Jetzt ist es bereits so, dass mir meine Figuren mitten am Tag einfallen, oder was ihnen geschehen könnte. Kleine neue Ideen für meine Geschichten. Ich habe gehört, dass viele Angst davor haben sich selbst zu sehr in ihren Büchern wieder zu finden, aber so schlimm finde ich es gar nicht. Natürlich denke ich, auch kleine Teile von mir sind in meinen Figuren. Aber nicht so, dass man mich wiedererkennt. Oder was denkst du? Würdest du dich selbst in deinen Geschichten wiederfinden?

Es ist manchmal wirklich verrückt. Du hast ja gesagt, dass du deine Ideen aus alltäglichen Dingen ziehst, meist aber auch aus ungewöhnlichen Vorfällen. Hast du schon mal von deinen Ideen geträumt? So klar, dass du die Geschichte vor dir gesehen hast? Ich schon. Es passiert mir eigentlich mit jeder Idee und ich bin froh darüber. Weißt du, ich plane meine Geschichten nicht. Viele finden das eher schwierig, aber sobald ich damit anfange, zerfällt alles. Und da ist es wirklich von Vorteil, wenn ich mir die Erinnerungen aus meinem Traum wenigstens aufschreiben konnte.

So ging es mir auch mit »Komm laut & stirb leise«. Die Idee war mit einem Male da, als ich früh aufgewacht bin und irgendwie hatte ich das Gefühl sofort anfangen zu müssen. Es war so verrückt, denn davor konnte ich seit über einen Monat kein ordentliches Wort mehr zustande bringen und plötzlich ging es wieder. Meine Freude darüber, kannst du dir bestimmt vorstellen und es war so leicht. Zwei Monate habe ich nur gebraucht um die Geschichte zu beenden und bin immer noch so verliebt in sie.

Die Hauptperson ist Sophia, eine junge, außergewöhnliche Frau, die ihren Job auf eine ganz spezielle Art und Weise ausführt. Gemeinsam mit ihrem Partner. Als sie jedoch beginnt Fragen zu stellen, beginnt Stück für Stück alles aus den Fugen zu geraten und sie erfährt lang gehütete Geheimnisse und sieht ihre Welt zusammenbrechen. Während sie gleichzeitig noch versucht Intrigen und Verschwörungen aufzuklären, die dazu geführt haben, dass ein Unschuldiger in den Dreck gezogen wird.

Ich möchte dir nicht zu viel verraten, denn dann ist ja die Spannung dahin. Aber ich schicke dir einen Teil des Prologes mal mit, so dass du einen Eindruck bekommst, in welche Richtung die Geschichte vielleicht gehen könnte.

Natürlich hoffe ich, dass es dir gefällt. Aber ich weiß zu gut, dass das nicht immer der Fall ist. Aber das ist natürlich nicht schlimm. Ich freue mich viel mehr über eine ehrliche Meinung und Hinweise, was ich besser machen könnte von dir, als etwas Gezwungenes anderes.

Eigentlich war geplant, dass ich »Komm laut & stirb leise« über einen kleineren Verlag rausbringe, der bereits zwei andere Titel von mir als Ebooks veröffentlich hat. Aber das hat leider nicht funktioniert, und so habe ich entschieden, es selbst zu tun. Und so habe ich mich vor und über Weihnachten damit auseinandergesetzt, das Buch zu überarbeiten, mithilfe eines entsprechenden Programms es zu lektorieren und habe es am 30.12.2014 veröffentlich. Ich bin immer noch total kribbelig deswegen, das kannst du dir gar nicht vorstellen. Es ist es ein unglaubliches Gefühl und gleichzeitig ist es wirklich angsteinflößend, denn niemand weiß, ob den Menschen da draußen »Komm laut & stirb leise« ebenso gefällt wie mir.

Hast du vor etwas zu veröffentlichen? Wenn ja, ich würde es wirklich gern lesen. Ich sauge neue Geschichten in mich auf und freue mich über alles Neues. Heutzutage schätze ich es wirklich schwierig ein, eine gute Geschichte zu etablieren. Es gibt so viele wundervolle Bücher, AutorIinnen und Veröffentlichungen, dass es schwer ist, sich durchzusetzen. Aber wenn man nicht an seine Idee glaubt, was soll dann dabei rauskommen, oder was denkst du?

Ich finde es wirklich wunderbar, dass wir uns kennengelernt haben. Über das Schreiben kann man so viele wundervolle Menschen kennen lernen und du bist wirklich einer davon. Denn es gibt so viele Dinge, über die man sprechen kann, der Gesprächsstoff geht nie aus und gerade über die Bücher, die man liest, lernt man einiges über den Menschen dahinter. Findest du nicht?

Ich hoffe natürlich sehr, dass ich dich nicht zu sehr mit meiner Geschichte gelangweilt habe und du mir noch viel mehr über dich erzählst. Sag, worüber schreibst du am liebsten? Hast du Ängste, die du in deinen Büchern verarbeitest? Erzähl mir einfach alles, denn ich liebe es jetzt schon, dich kennen zu lernen.

 

Deine

J.R. König


Ps.: Hier noch dein Prologauszug

 

Es dauert nicht lang, bis er mich durch eine scheinbar unsichtbare Tür zieht. Fremden Atem fühle ich nahe an meiner Wange. Ich sehe ihn nicht, aber seine Präsenz kann ich deutlich spüren. Hier drin ist die Musik leiser, aber der Bass dringt immer noch mit jedem Takt durch meinen Körper. „Sag nein und ich höre auf“, dringt jetzt das erste Mal seine Stimme in meine Wahrnehmung und raubt mir jegliche Sinne. Allein seine Stimme bringt meinen Körper dazu, immer und immer wieder zu erschaudern. Er erhält keine Antwort von mir, zumindest keine verbale, lege ich meine Hand in seinen Nacken und ziehe seinen Kopf zu mir. Kurz bevor unsere Lippen sich berühren würden halte ich inne, blicke ihm in die dunklen Augen, die ich gerade so erkennen kann hier drin. Selbst jetzt nach einigen Momenten gewöhne ich mich nur schlecht an die Dunkelheit, verlasse mich vollkommen auf meine Empfindungen, auf das, was ich spüre, höre, fühle. Sein Atem prallt schon jetzt stoßweise gegen meine Lippen, als wir uns einfach anstarren, die Hände des Fremden auf meiner Hüfte. „Wirst du nein sagen?“, raunt er heiser und ich frage mich ernsthaft, wie ich das jetzt noch schaffen sollte. Gierig schließe ich den kleinen Abstand zwischen uns, nur um meine Lippen drängend auf seine zu pressen, beide Hände in seinen Nacken gekrallt. Ebenso leidenschaftlich wird mein Kuss erwidert, seine Hände erkunden sofort ruhelos meinen Körper. Ich seufze leise in unseren Kuss hinein, als er mit seiner Zunge auf meine trifft, mit ihr spielt und schnell die Dominanz übernimmt. Es gefällt mir, wie er mich berührt, wie er zu wissen scheint, was er will, also gebe ich mich ihm nur zu gerne hin und seinen Berührungen. Eine Hand landet auf meinem Arsch, massiert ihn sanft, während die andere sich um meinen hohen Zopf schlingt, meinen Kopf leicht nach hinten zieht und seine Lippen über meinen Kiefer, Hals bis zu meinem Schlüsselbein wandern lässt. Immer wieder entkommt meinen Lippen ein wohliges Seufzen, als er meine Haut liebkost, sein Griff um meinen Zopf bestimmend aber nicht schmerzhaft. Ich frage mich nur einen kurzen Moment, ob ich jemals so erregt gewesen bin von einem einfachen Kuss und beinahe zaghaften Berührungen. Ich kann meine eigene Frage sofort mit ›Nein‹ beantworten, als sich seine freie Hand von meinem Hintern zu meinen Brüsten bewegt. Kurz verweilt er am Saum meines Kleides, bis er sich dazu entscheidet, den elastischen Stoff mir mit einer fließenden Bewegung vom Körper zu ziehen, so dass ich nur noch in meinem trägerlosen BH und passenden Spitzenstring vor ihm stehe. Kurz scheint er meine Konturen in dem schlechten Licht zu betrachten, bevor seine Hand über meine nun nackte Haut streicht. Und so erneut Schauer über meinen Rücken schickt, während seine Lippen heiße Küsse auf meinem Hals verteilen, bevor unsere Lippen erneut aufeinanderprallen. Erst jetzt beginne ich selbst seinen Körper mit meinen Händen zu erkunden, lasse sie über seinen Rücken gleiten, spüre die vorher bestaunte Rückenmuskulatur und finde es für einen Moment schade, dass er Teil meines Auftrages ist.

Ein erneutes Seufzen verlässt meine Lippen, als er seine rechte Hand um meine Brust schließt, sie sanft massiert und meinen bereits erregten Nippel weiter reizt. Mit schnellen Bewegungen ist er sein Shirt ebenfalls los und ich genieße es seine Haut unter meinen Fingerspitzen zu spüren, als ich über seinen muskulösen Bauch streiche. Mein Unterleib reibt sich aufreizend an seiner bereits beachtlichen Beule, als ich seinen Gürtel öffne und einen Moment lang überlege, ob ich es vorher oder danach ausführen soll. Doch das Risiko, das er mir dann entgleitet, ist einfach zu groß. Innerlich verärgert schaffe ich es binnen Sekunden seine Hose zu öffnen und diese samt Boxer nach unten zu ziehen. Nur leicht widerwillig trennen sich meine Lippen von seinen und ich bin nun diejenige, die heiße Küsse erst auf seinem Hals, seinem Schlüsselbein, seiner erhitzten Brust, seinem Bauch verteilt. Bis ich zu seiner V-Linie gelange und es genieße, als sein Körper dezent unter meinen Berührungen vibriert. Da ist aber jemand ungeduldig, stelle ich schmunzelnd fest.

Nur zu gern lege ich meine Hand um seine beachtliche Erektion, bewege sie langsam auf und ab, als seine Hände auf meinem Kopf platziert werden und er diesen in die gewünschte Richtung drückt. Leicht die Augen verdrehend beuge ich mich seinem Willen, nehme seine glänzende Spitze zwischen meine Lippen, sauge kurz an ihr, bevor ich mich wieder entferne, meine Zunge über seine gesamte Länge gleiten lasse. Ich reize ihn weiter als ich über seine Spitze fahre, seinen Lusttropfen aufnehme und leicht summend meine Lippen neuerlich um ihn schließe. Soweit ich kann, nehme ihn in meinen Mund auf und möchte wenigstens für einige Augenblicke das hier auskosten. Schnell bewegt sich mein Kopf auf und ab, meine Wangen wie eingefallen, als ich an ihm sauge, seinen Geschmack genieße, ebenso wie seine drängenderen Bewegungen. Wie er sich in meinem Mund bewegt, versucht die Führung zu übernehmen. In mich hinein grinsend lege ich meine Hand auf seine Hoden, massiere sie leicht und schmecke bereits die ersten Anzeichen, dass er es nicht mehr lange aushält. Sein Atem geht stoßweise, seine Bewegungen werden nachlässig, während er versucht sich noch zusammenzureißen. Noch einmal lasse ich ihn tief in meine Kehle gleiten, meine Zähne kratzen leicht an seiner empfindlichen Haut, was ihm den Rest zu geben scheint. Denn gerade als ich nur noch seine pralle pulsierende Spitze zwischen meinen vollen Lippen habe kommt er heftig.

Seine Hände auf meinem Kopf halten mich fest, so dass ich ihn beenden lasse, bevor ich ihn gierig mit meiner Zunge säubere. Kurz greife ich in meinen linken Stiletto, verstecke die kleine Spritze in meiner Hand, um sie mit einer gekonnten Bewegung mit Luft zufüllen. Als ich erneut direkt vor ihm stehe, kann ich sein süffisantes Grinsen beinahe spüren, und im nächsten Moment prallen seine Lippen wieder begierig auf meine. Für ein paar Sekunden gebe ich mich seinem Kuss hin, vergesse, weswegen ich hier bin, nur um dann mit einer vorsichtigen Bewegung meine Hand an seinen Hals zu führen. Die Spritze platziere ich direkt an seiner Halsschlagader, um die tödliche Dosis Sauerstoff in seine Vene zu pressen.



Über die Autorin:


Wenn ihr bis hier unten durchgehalten habt und weiter gelesen habt, dann finde ich das schon eine Leistung - man merkt, wie gerne auch diese Autorin schreibt ;) Diesmal war es auch ein etwas anderes Format, der Beitrag in Briefform verfasst!


Aber jetzt dürft ihr schreiben: Postet in die Kommentare einfach eure Fragen an J.R. König (gerne auch an mich ^^) und die Autorin J.R. König (oder ich) beantworten sie euch! Seid ihr vielleicht die Freundin? Ihr könnt auch gerne J.R. Königs Fragen aus dem Brief beantworten - sie freut sich bestimmt darüber! 

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Kommentare: 2
  • #1

    sternchen (Donnerstag, 05 März 2015 15:51)

    Mal wieder ein toller Beitrag! Da bleiben eigentlich gar keine Fragen offen...

  • #2

    Marie (Donnerstag, 05 März 2015 16:38)

    Erstmal ein großes Kompliment: Eine super spannende speakers' corner und auch der Brief ist eine tolle Idee! Ich hätte aber an die Autorin schon eine Frage: Sie haben gesagt, dass eine Liste mit den Namen aller Lieblingsautoren viel zu lang wäre... Wollen Sie uns nicht ein paar Namen sagen? Ich würde nämlich wirklich gerne erfahren, wer denn so die Lieblingsautoren von Autoren sind! ;-)
    Liebe Grüße, Marie