Von Plotbunnies und Marketing



 

Melissa David wurde 1984 in Mittelfranken geboren, wo sie noch heute mit ihrem Mann und den zwei Kindern lebt. Schon früh entdeckte sie die Liebe zu Büchern, begann bereits in der Grundschulzeit Comics zu malen und kurze Geschichten zu verfassen, Später konzentrierte sie sich zunehmend auf das Schreiben und fand immer mehr Gefallen am Fantasygenre. Das heimliche Lesen mit der Taschenlampe hat sie sich inzwischen abgewöhnt, aber noch immer kann sie den Reader erst aus der Hand legen, wenn das Buch beendet ist. 



Auf dem Weg zur Indieautorin

 

 

Teil 1: Wie ich zum Schreiben gekommen bin

 

In erster Linie war und bin ich begeisterte Leserin. Etwas, das sich wohl nie ändern wird. Schon als Teenager musste man mich regelrecht aus dem Zimmer ziehen, oder mir schlicht und einfach das Buch wegnehmen, bevor man mit mir reden konnte. Ob Teenagerromane, Erwachsenenliteratur oder Mangas (japanische Comics). Ich habe alles verschlungen. Hätten meine Talente eher beim Zeichnen gelegen, würde ich das vielleicht heute noch tun. Leider reichte meine Begabung in dem Bereich nicht aus und so konzentrierte ich mich im Lauf der Jahre immer mehr auf das Schreiben. Diejenigen, die Ende der 90er aufgewachsen sind, erinnern sich vielleicht noch an die Serie „Sailor Moon“, die ich damals abgöttisch liebte. Also kreierte ich eigene Krieger und schrieb vier karierte Schreibblöcke mit einer mehr oder weniger intelligenten Geschichte voll. Was mir heute noch die Schuhe auszieht, ist meine damalige Rechtschreibung.

 

Kurz darauf, in einem Alter, in dem man normalerweise so etwas noch nicht liest, entdeckte ich Anne Rice. Ihre Bücher hatten es mir sehr angetan. Damals war die Vampirliteratur leider nicht so weit verbreitet wie heute. Unsere damalige Ortsbibliothek hatte maximal eine Handvoll Bücher und mein Taschengeld reichte für meinen Lesekonsum nicht aus. Also landete ich schließlich bei Liebesromanen, gerne auch mit einem Schuss Fantasy. Diesem Genre bin ich mit kleineren Ausreißern bis heute treu geblieben.

 

Ein weiterer wichtiger Meilenstein in meinen Leben war das Unterrichtsfach Textverarbeitung. Dem Fach an sich konnte ich nicht wirklich etwas abgewinnen und vor Steno graut es mir noch heute. Aber das Zehn-Finger-System habe ich gelernt. So begann ich meine Ideen nicht mehr in Blöcke und Notizbücher zu kritzeln, sondern direkt am Computer zu schreiben. Aus heutiger Sicht hat mir das dahingehend viel gebracht, dass ich die neue deutsche Rechtschreibung mit der Rechtschreibkorrektur lernte. Meine Deutschnoten wurden dadurch nicht viel besser. Erörterung war das vorherrschende Thema, dabei schrieb ich so gerne Geschichten. Okay, meine Ideen waren damals schon zu umfangreich und über die ersten zehn Seiten bin ich nie hinausgekommen – wobei das auch einen Deutschaufsatz gesprengt hätte. Außerdem war ich viel zu schüchtern, um auch nur etwas Geschriebenes einem anderen Menschen zu zeigen.

 

Mit sechszehn war es das erste Mal soweit, dass ich das Wort Ende unter ein 23-Seitiges-Manuskript setzte. Es ging darin um eine Schülerin, die sich in einem neuen Ort zurechtfinden musste und dabei in einen Krieg zwischen zwei rivalisierende Rassen (Engel und Feuerwesen) stolperte. Die Geschichte existiert heute noch auf meiner Festplatte und auch, wenn sie nie jemand lesen wird, werde ich sie in Ehren halten.

 

Mein Leben veränderte sich. Ich schloss die Schule ab, begann eine Ausbildung. Kurz darauf verliebte ich mich. Nach drei Jahren waren wir verlobt, haben schließlich geheiratet und sind noch heute glücklich miteinander. In den Jahren waren so viele andere Dinge wichtiger und ich schrieb kaum noch, bis ich es irgendwann ganz ließ. Dann kam eine erneute Wendung. Man kann über Frau Meyers Bis(s)-Reihe sagen was man will, aber ich habe durch ihre Bücher meine Freude an Vampirromanen wiedergefunden und ich lese bis heute begeistert die unterschiedlichsten Vampirgeschichten.

Es ist nun genau vier Jahre her, als ich ein Buch zuklappte und mich wieder einmal ärgerte, dass die Protagonisten nicht das taten, was ich von ihnen erwartet hatte. Also setzte ich mich in und begann eine vage Idee niederzuschreiben. „Blutkinder“ nannte ich mein Werk voller Stolz und veröffentlichte es in einem Schreibforum. Was dann passierte, sehe ich immer noch als ein Wunder an. Hätte mir damals einer gesagt, wie miserabel ich tatsächlich schreibe, ich hätte es sein lassen. Stattdessen lernte ich ganz viele liebe Menschen kennen, die meinen Romananfang gelesen, ihn mit Wertschätzung verbessert und mir wertvolle Tipps gegeben haben. Durch fleißiges Weiterschreiben, stetiges Üben, durcharbeiten sämtlicher Ratgeber (sowohl als Buch, als auch online) wurde ich stetig besser (zumindest bekam ich diese Rückmeldung). Inzwischen habe ich einen Onlineschreibkurs mitgemacht, von dem ich, gerade was die Organisation, wie man einen kompletten Roman schreibt, angeht, eine ganze Menge gelernt habe.

 

Bookrix wurde mein Zweites zu Hause. Hier konnte man seine Schreibversuche einstellen und bekam dazu Rückmeldung. Was für mich jedoch viel wichtiger war, ich konnte lesen. So habe ich für viele andere Autoren beta gelesen, ihnen gesagt, was gut ist und wo man sich noch verbessern könnte. Dadurch konnte ich wiederum für mich sehr viel mitnehmen, und feilte stetig an meinen Texten.

Inzwischen findet man mich auf meinem Blog (www.mel-david.de), natürlich weiterhin auf Bookrix (http://www.bookrix.de/-mondlicht/) und auch auf Facebook bin ich vertreten (https://www.facebook.com/autorin.melissa.david).

 

Mein Roman „Blutkinder“ durfte mit mir wachsen. Ein nichtssagender Arbeitstitel wurde durch „Kruento“ ersetzt. Das erste Buch wird den Titel „Der Anführer“ tragen und im Frühjahr 2015 erscheinen. Darin geht es um eine unabhängige Polizistin, die eigentlich nur einen Mordfall aufklären will, dann jedoch in einen uralten Krieg zwischen Vampiren und Vampirjägern gerät und sich schließlich entscheiden muss, ob sie ihrem Ex-Freund oder einem gutaussehenden Fremden vertraut.

Nicht nur der Titel hat sich geändert. Auch die Story wurde mehrmals überarbeitet. Die Handlung hat inzwischen einen roten Faden, die verschiedenen Handlungsstränge greifen ineinander, bauen aufeinander auf und die Spannung steigert sich bis zu einem finalen Ende

 

Ich bin nun an dem Punkt, an dem die Geschichte für eine Veröffentlichung ausgereift ist.

Als Autorin fühlt man, wie eine Mutter. Man freut sich Monate lang auf die Geburt, hofft und bangt, dass alles gut gehen wird. Bedenken und Bauchschmerzen gehören dazu und werden wohl nie aufhören. So ist das auch mit einer Bucherscheinung. Ich habe meine Protagonisten sehr lieb gewonnen. Ich möchte sie gerne mit aller Welt teilen, aber gleichzeitig habe ich Angst, dass ihnen etwas passiert, dass das Buch niemanden gefallen wird.

 

 

Ich möchte euch nun einladen, mir die nächsten Monate über die Schulter zu schauen. Mehr über mich, meine Arbeit und meine Bücher zu erfahren und mich auf dem Weg zur Indieautorin zu begleiten.

 

Der nächster Artikel wird „Mein Alltag als Autorin“ heißen. Gerne kannst du deine Fragen dazu hier stellen. Ich werde versuchen, sie alle zu beantworten.


Natürlich dürft ihr gerne Fragen stellen, wie Melissa David auch angeboten hat! Und außerdem würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir Rückmeldung dalassen möchtet, ob euch die Idee gefällt! Wie oft bekommt man schließlich die Gelegenheit eine Autorin auf ihrem Weg zur Veröffentlichung ihres Debütromans zu begleiten? Nicht jeden Tag, oder? ;) Ich freue mich sehr, dass ich euch, lieben Lesern von Theresas Bücherschrank, das ermöglichen kann. Und ich hoffe, euch macht das Lesen so viel Spaß wie mir die Zusammenarbeit mit der lieben Melissa.


Also: Wir beide (Melissa und ich) sind wahnsinnig gespannt auf eure Kommentare  ^^

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Kommentare: 10
  • #1

    Steffi Z. (Sonntag, 25 Januar 2015 10:25)

    Eine wunderbare neue Reihe habt ihr euch, Theresa und Melissa, da ausgedacht! Der Text liest sich richtig spannend --- und ich wünschte, ich hätte als Jugendliche so viel geschrieben! Theresa, da hast du noch was vor solange du noch Jugendliche bist ;-). Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf den nächsten Teil und habe auch gleich mal 2 Fragen:

    1. Wann erscheint der 2. Teil? ;)
    2. Worum soll es denn in dem Buch gehen? Hast du etwas angedeutet und ich habe es überlesen? Oder wird das in einem anderen Teil bekannt gemacht werden? Soll ich unter den Links nachschauen? Oder bleibt das ganz eine Überraschung? Welches Genre ist es denn??
    3. Und eine dritte ist mir auch gleich eingefallen! Du hast wirklich noch nie ein Buch veröffentlicht? Dein Text liest sich so professionell!!!

    Liebe Grüße und allen Lesern und Bloggern und Autoren einen schönen Sonntag!

  • #2

    Melissa David (Sonntag, 25 Januar 2015 13:37)

    Hallo Steffi,
    freut mich sehr, dass du einen Kommentar hinterlassen hast. Gerne versuche ich auf deine Fragen zu antworten.
    1. Im Februar ;-)
    2. Nein, absolut kein Geheimnis. Kruento ist ein Vampirroman, es geht also um Urban Fantasy, Vampire, Action, Spannung und Liebe. Mehr Infos findest du auf meinem Blog oder unter https://www.facebook.com/kruento
    3.Ich freue mich sehr, dass mein Text gut bei dir ankommt und nein, ich habe wirklich noch nichts veröffentlicht. Aber das soll sich ja bald ändern ;-)

    Ich hoffe, wir lesen uns spätestens beim nächsten Teil wieder.
    Liebe Grüße,
    Melissa

  • #3

    Steffi Z. (Sonntag, 25 Januar 2015 14:25)

    Im Februar erst? Dann hoffentlich Anfang Februar! Ich klick den Link gleich mal an! Danke für die antworten. :-)

  • #4

    sternchen (Sonntag, 25 Januar 2015 14:50)

    Das ist ein toller Beitrag und ich finde es super spannend, dass wir wirklich hier eine Autorin begleiten dürfen!!!! Danke für diese Gelegenheit!!! Aber eine Frage hätte ich: Dieser Eintrag heute geht ja eher zurück in der Zeit. Aber jetzt nicht so aktuell um die Dinge, die vor der Veröffentlichung anstehen. Kommen aktuellere Informationen und Entscheidungen noch? Bin gespannt!

  • #5

    Marie (Sonntag, 25 Januar 2015 14:54)

    Liebe Theresa, ich freu mich riesig, dass es auf deinem Blog wieder neue Dinge zu lesen gibt, dass es weiter geht! Und dann noch mit einer so spannenden Aktion -- ich bin kräftig beim Lesen und Kommentieren dabei und freue mich schon auf das Buch! Worum es so ungefähr gehen wird, klingt super! Genau mein Kaliber! Ich freue mich auch schon auf den Februar und hätte auch eine kleine Frage an die Autorin: Wann hast du mit dem Schreiben des Buches begonnen? Sprich wie lange schreibst du schon an dem Buch?

  • #6

    Melissa David (Sonntag, 25 Januar 2015 19:24)

    Hallo Sternchen, hallo Marie!
    Auch euch möchte ich heute gerne noch antworten.
    Aktuelle Dinge werden kommen, versprochen. Und auch zum Veröffentlichen werde ich noch genug erzählen.
    Das erste Wort habe ich 2010 geschrieben, aber ich kann jetzt nicht sagen, dass ich seitdem komplett nur das geschrieben habe. Dazu werde ich aber auch noch mehr erzählen.
    Liebe Grüße,
    Melissa

  • #7

    Tintenhexe (Dienstag, 27 Januar 2015 11:16)

    Huhu, ich habe dir einen Award verliehen! Ich hoffe es freut dich und du schaust mal vorbei =) Kompliment für deinen tollen Blog!
    LG Tintenhexe
    http://tintenhexe.blogspot.ch/2015/01/liebster-award.html

  • #8

    @ Tintenhexe (Dienstag, 27 Januar 2015 18:02)

    Vielen Dank liebe Tintenhexe für den schönen Award! Ich werde natürlich mitmachen und deine Fragen beantworten, sobald in der Schule Notenschluss ist und ich endlich wieder mehr Zeit habe. Bis dann <3!
    lg Theresa

  • #9

    Sarah (Freitag, 30 Januar 2015 16:41)

    Also den Titel "Von Plotbunnies und Marketing" finde ich wirklich genial! Großes Lob diesbezüglich von mir!

  • #10

    @ Sarah (Freitag, 06 Februar 2015 17:31)

    Danke, freut mich, dass er dir gefällt ^^